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Mittwoch, Mai 04, 2011

Neue Google Analytics Features: Website Geschwindigkeit (Site Speed)

Es scheint als gäbe es nun fast monatlich neue Features – die Update Geschwindigkeit von Google Analytics nimmt auf jeden Fall zu was dem Tool zu Gute kommt und die Wichtigkeit des Themas Web Analyse unterstreicht.

Website Geschwindigkeit

Vor über einem Jahr hat Google offiziell verkündet, dass die Ladegeschwindigkeit von Webseiten einer von vielen Faktoren für das Ranking der Suchergebnisse ist und somit Teil des Such-Algorithmus (http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2010/04/using-site-speed-in-web-search-ranking.html).

Zwar ist der Site Speed nicht ausschlaggebend (wenn doch wäre mein Blog, der zugegebenermaßen sehr langsam lädt, nicht so gut geranked), aber dennoch ist die Ladegeschwindigkeit ein wichtiger Faktor. 

Er erhöht die Usability und damit die Nutzerzufriedenheit. Wir haben bei Trakken im Rahmen der Conversion Optimierung schon viele Site Speed Tests durchgeführt mit sehr guten Auswirkungen auf die Conversions.

Um diesen Faktor zu bekräftigen hat Google Analytics nun einen eigenen Report hierfür bekommen und stellt die Ladegeschwindigkeit der eigenen Webseiten dar.


Die Ladegeschwindigkeit kann hierbei in unterschiedlichen Kategorien analysiert werden:


Content – hier kann die Frage beantwortet werden welche Seiten am langsamsten laden

Zugriffsquellen – Gibt es Kampagnen die auf unterschiedliche Ladezeiten der Seiten reagieren? Hier ist es beispielsweise interessant zu sehen, ob und wie eine positive Änderung des Site Speed Einfluss auf den SEO Traffic hat. Oder Landing Pages können hier in Verknüpfung mit der Herkunftsquelle der User gesondert betrachtet werden.

Besucher – Andere Länder andere Sitten. Wie unterscheidet sich die Ladegeschwindigkeit der Seiten in verschiedenen Ländern und Regionen? Mit der neuen Version von Google Analytics ist ja der Report der Verbindungsgeschwindigkeiten entfallen (hat ihn schon jemand vermisst?) – der Zusammenhang von Land und Ladegeschwindigkeit ist jedoch viel interessanter. Unabhängig von der Verbindung können nun vielleicht hohe Absprungraten in verschiedenen Ländern erklärt, und vor allem optimiert werden.


Technologie – Inwiefern wird die Ladegeschwindigkeit von der technischen Ausstattung der User beeinflusst? Haben Browser, Betriebssystem  oder Bildschirmauflösung Einfluss auf den Site Speed? Vermutlich ja – aber welchen? Durch diese Erkenntnisse können Optimierungen für bestimmte Browser vorgenommen werden (Stichwort Cross-Browser-Testing).

Es gibt eine Reihe an Maßnahmen mit denen die Ladegeschwindigkeit von Seiten (positiv) beeinflusst werden kann. Es gibt eigentlich keinerlei negativer Effekte bei dieser Optimierung. Im Gegenteil – eine klare Win-Win-Situation: 


User sind happy, Websitebetreiber ist happy wegen zufriedenerer User (mehr Conversions), Google ist happy und dadurch wieder der Websitebtreiber (besseres Ranking -> mehr Conversions). 


Warum also nicht machen?




Durch den Website-Geschwindigkeit Report bei Google Analytics und die gleichzeitige Darstellung von Absprungrate und % Ausstiege können hier wertvolle Erkenntnisse gewonnen und Maßnahmen abgeleitet werden.


Die Berechnung der Ladegeschwindigkeit erfolgt anhand eines Samplings – wie hoch dieses Sampling ist wurde bislang nicht kommuniziert. Mein bisheriger Eindruck ist, dass es eher recht klein ist. Da es aber ja um den Trend geht kann man denke ich hiermit gut leben.

Derzeit ist es leider noch nicht möglich die Ladegeschwindigkeit zu segmentieren – dies könnte auch noch interessante Erkenntnisse bringen. Insbesondere die Auswirkung von Ladegeschwindigkeit auf Umsatz – aber wer weiß, vielleicht wird dies ja auch noch kommen…

Wie kommt man nun aber zu den Daten?

 Hierfür muss eine Anpassung am Code vorgenommen werden. Die Anpassung wurde aber denkbar einfach gemacht – es muss nämlich lediglich eine zusätzliche Zeile in den Code eingefügt werden. Hier ein Beispielcode mit der entsprechenden Zeile (fettgedruckt):



Mit dem Einbau dieser Zeile ist das Tracking der Ladegeschwindigkeit aktiviert und kurze Zeit später sollten Daten in Google Analytics einlaufen. Der entsprechende Report befindet sich dann in der Rubrik Content.


Es sind also keine weiteren Einbauten notwendig, so wie es vorher war, wenn man mit Hilfe von Workarounds und zusätzlichen Scripts die Ladegeschwindigkeit in Google Analytics einfließen lassen hat.
Hier ein Video (Englisch) mit einigen Tipps eine Website schneller zu machen:



Was halten Sie von dem Site Speed Report in Google Analytics? Haben Sie sich bisher Gedanken über die Ladegeschwindigkeit Ihrer Seiten gemacht? Haben Sie bereits Maßnahmen eingeleitet oder werden Sie dies tun? Schreiben Sie einen Kommentar und teilen Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen mit den anderen Lesern – und machen Sie mich froh, da ich mich über jeden Kommentar wirklich freue! ;-)

Kommentare:

  1. Kann der Site Speed durch Analytics überhaupt zuverlässig gemessen werden? Oft wird es ja erst am Ende des body aufgerufen - da ist ja ein großer Teil der Ladezeit schon erledigt. Wie kann Analytics das dann noch messen?

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  2. var _gaq = _gaq || [];
    _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXX-6']);
    _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']); <--- !!!
    _gaq.push(['_trackPageview']);
    _gaq.push(['_trackPageLoadTime']);

    Man sollte diesen Code verwenden wegen der Anonymisierung der IP. Das ganze gehört dann auch in den head, sodass die Messwerte einigermaßen realistisch sein sollten... ;-)

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  3. Wie wird die Zeit gemessen?
    Sobald das JavaScript von Analytics geladen wird, ist doch sicherlich mehr als 50% der eigentliche Seite bereits geladen?

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  4. @Frank / @Arthur: Idealerweise nutzt man den asynchronen Tracking Code (siehe dazu auch älterer Blog Post bei mir), und dieser sollte im Head eingebaut sein.
    @Pac-Man/Holger (schöner Nickname übrigens ;-) Absolut richtig - die IP Anonymisierung sollte auf jeden Fall mit rein. Guter Punkt - dank für den Hinweis!

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  5. Aber auch bei Nutzung des asynchronen Trackings können viele sehr wichtige Faktoren (Latenzzeiten, Response auf den HTTP-Request - also alles bevor das HTML ausgeliefert wird) nicht gemessen werden. Was aber schnell mal 30% der Ladezeit einer Seite ausmacht. Oder?

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  6. Ich bin's noch mal. Öhm... funktioniert das bei euch mit dem Tracken der Page Load Time...? Bei mir nicht...

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  7. @Pac-Man/Holger: Ja, es funktioniert. Die zusätzliche Zeile muss natürlich im Code eingebaut sein. Und dann ein wenig abwarten - bei mir hat es auch ein paar Tage gedauert. Das Sample ist zudem noch recht niedrig...

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  8. Na, ob das was bringt ist fraglich..

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  9. So, nachdem ich nun zwei Wochen (oder so) mehr oder weniger abwesend war, kann ich folgendes berichten:

    Die Zeile habe ich natürlich eingebaut, gewartet habe ich auch (alleine schon wegen o. g. Abwesenheit...), allerdings hat's bis jetzt nur einen Wert geloggt... *wunder*

    Ist das normal oder mache ich doch irgendwas falsch?

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  10. @timo: das mit der IP Anonymisierung wäre ja auch mal ne idee für deinen eigenen code hier ;)

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  11. Wir haben es seit ca. 10 Tagen drin und bisher wird im Analytics Konto unter "Content" auch noch nichts angezeigt. Auch in der englischen Version - die ja manchmal etwas schneller ist - wird nichts angezeigt.

    Hat jemand einen Tip? Pac-Man scheint es ja ähnlich zu gehen..Vielen Dank im voraus!

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  12. Update: Funktioniert. Aber nur mit neuer Analytics Version :)

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  13. @all: Dem Kommentar von Veit Mürz entnehme ich, dass es funktioniert ;-) Dem ist auch so, wie ja oben auch schon geschrieben kann es ein wenig dauern und bei Seiten mit sehr wenig Traffic entsprechend länger. Das Sample ist recht niedrig und es funktioniert auch nicht bei allen Browsern...aber schön zu lesen, dass es nun geht! :-)

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  14. @timo: Wenn ich zwei Google Konten anspreche, muss ich dann die Zeile unter beide schreiben oder nur ans Ende?
    Also so:
    var _gaq = _gaq || [];
    _gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxx-6']);
    _gaq.push(['_trackPageview']);
    _gaq.push(['b._setAccount', 'UA-xxxxx-5']);
    _gaq.push(['b._trackPageview']);
    _gaq.push(['_trackPageLoadTime']);

    richtig?

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  15. Das ist auch bei Webshops wichtig, da bei tausenden von Artikeln auch geringe Anpassungen einen kumulativen Effekt haben.

    Auch im Sinne der green IT ist die Auswirkung von Googles Änderung hervorragend. Wenn 100 Millionen Seiten 20 % schneller geladen werden, verbraucht das ja acuh weniger Strom.

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  16. Es gibt eine Reihe an Maßnahmen mit denen die

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  18. Es gibt eine Reihe an Maßnahmen mit denen die

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  19. ich werde es probieren und berichten - warum allerdings soll die ip anonymisierung so wichtig sein - ich gebe diese daten doch nicht heraus!

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