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Freitag, Dezember 19, 2008

Web Analytics Inside Jahresrücklick

Gunther Jauch macht es, Johannes B. Kerner macht es - und ich jetzt auch. Jahresrückblicke gibt es neuerdings immer früher. Daher schließe ich mich dem allgemeinen Trend an und verfasse bereits jetzt den Web Analytics Inside Jahresrückblick 2008.

Aber ehe der Blick zurück geht etwas aktuelles. Eine Studie hat ergeben, dass Online-Händler durch Kaufabbrecher jährlich zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Euro Umsatz liegen lassen. Wenn diese Online-Händler alle vernünftige Web Analyse betreiben würden wäre die Zahl des nicht-generierten Umsatzes vermutlich deutlich niedriger. Wenn all diese Shops in ihren Web Analyse Tools die Ziele a) vernünftig definiert hätten und b) vernünftig auswerten würden wäre den meisten schonmal geholfen. Denn dann wäre der erste Schritt getan die Prozesse zu optimieren und mehr Kunden durch den Bestellprozess zu schleusen.

Eine schöne Herausforderung und ein guter Vorsatz für 2009 - wer dabei Hilfe braucht sagt mir bitte bescheid....

Nun aber der versprochene Rückblick.

Zunächst einmal vielen vielen Dank an alle Leser! Feedbacks, Emails, Kommentare und Fragen motivieren mich immer wieder neue Posts zu verfassen. Dieses Jahr habe ich 45 Posts veröffentlich was meinem Ziel von einem Artikel pro Woche zwar nicht ganz entspricht, aber ihm zumindest nahe kommt. Dafür waren es 3 mehr als 2007 womit ich ein Ziel doch erreicht habe.

Die Top-aufgerufene Seite war natürlich die Homepage - es ist ja auch ein Blog (Hinweise hierzu: Top 10 Erfolgsfaktoren für Blogs). Hier die weiteren Top 5 Artikel des Jahres 2008 von Web Analytics Inside:

  1. Website Optimizer als Stand Alone Version gelauncht!
  2. Wirklich eingetippte Keywords einer AdWords Kampagne in Analytics...die II.
  3. Analytics Filter: wozu brauche ich die?
  4. Ist meine Conversion Rate korrekt?
  5. Analytics Filter: wozu brauche ich die? (Teil III)
Interessant ist, dass drei der fünf meistgelesesten Artikel aus dem Jahr 2007 sind. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Besuche allerdings dennoch um 156% zugenommen (Zeitraum: März-Dezember 07 und 08).

Die Besucher kamen natürlich zum überwiegenden Teil aus Deutschland, Österreich und Schweiz. Top Städte in Deutschland waren (erwartungsgemäß) Hamburg, Berlin und München. Aus 85 unterschiedlichen Ländern wurden Besucher gezählt, dabei aus so entfernten Ländern wie den Malediven, Kuwait und Benin.

Aber viel stolzer bin ich über die Entwicklung der RSS Feeds. Mittlerweile hat sich die Zahl der RSS Abonennten bei deutlich über 5.000 eingependelt. Ich habe es zwar nicht kontrolliert, behaupte aber mal, dass Web Analytics Inside damit der deutschsprachige Web Analytics Blog der am meisten RSS Feeds Abonennten hat (Gegenteilige Meinungen nehme ich gern entgegen). Schön sieht dazu auch die Grafik von Feedburner aus:

Web Analytics Inside Feedburner EntwicklungNoch ein paar weitere Fakten zum Jahresende:

  • Der Google PageRank ist auf 5 gestiegen
  • Der Alexa-Traffic-Rank ist bei 73.353 (für Deutschland allerdings 5.485)
  • Leider liefert Blogger nicht soviele Statistiken wie Wordpress, daher gibt es nicht mehr Zahlen
Als Weihnachtsgeschenk gibt es allerdings neue Features!

Diese Features wurden dieses Jahr hinzugefügt:

  • Rating des jeweiligen Posts (bitte auch nutzen!!)
  • Send to a friend
  • Neue Bookmark-Funktion
  • Tag Cloud
  • Übersetzung in diverse Sprachen
  • Umfragen

Kein Jahresrückblick ohne Ziele:

  • 7.500 RSS Feeds
  • 45 Posts
  • Pro Post mindestens 3 Kommentare
Wie Sie alle im Verlauf des Jahres gelesen und gesehen haben gab es nicht nur bei Web Analytics Inside spannende Entwicklungen. Auch und vor allem Google Analytics hat sich wieder mal stark weiter entwickelt:

März 2008

Benchmarking und damit verbundene Datenfreigabefunktion.

April 2008

Neue Trendgrafik bei Google Analytics
Schnellere Report Updates in Google Analytics
Website Optimizer als Stand Alone Version gelauncht
Anpassungen für den neuen GA.js Code

Mai 2008

Google Analytics für Blogger (private Beta) - hier habe ich keine weiteren News, scheinbar ist es immer noch in der Entwicklung

Juni 2008

Messung von TV- und Radio Ads in Google Analytics - bislang nach wie vor nur in den USA

Juli 2008

Über 5.000.000 Google Analytics Accounts

August 2008

Kleine Änderungen bei Google Analytics

September 2008

Kleine Änderungen bei Google Analytics (Teil II)

Google Chrome wird gelauncht und mit Google Analytics messbar gemacht

Oktober 2008

Google Analytics launcht Business Features: Erweiterte Segmentierung, benutzerdefinierte Berichterstellung, Motion Charts, etc.

November 2008

Google Analytics und Google Apps verknüpft

Ein recht ereignisreiches Google Analytics Jahr 2008 würde ich sagen. Dies bedeutet, dass Google Analytics nach wie vor einen hohen Stellenwert innerhalb Googles hat und stetig weiterentwickelt wird - im Schnitt passiert alle 6-8 Wochen etwas wichtiges. Man darf also mehr als gespannt sein, was im nächsten Jahr passiert. Denn rücklickend betrachtet gab es jedes Jahr eine wirklich große Google Analytics Weiterentwicklung. 2005 die Geburt von Google Analytics, 2006 die Verbreitung des Tools, 2007 war es die Überarbeitung des kompletten Interfaces, 2008 die Business-Features, und 2009?

Zusätzlich gab es in 2008 noch weitere thematisch passenden Highlights:

Mai 2008

Zusammen mit Lennart Paulsen habe ich die die Trakken GmbH gegründet mit den Beratungsschwerpunkten Web Analyse und Conversion Optimierung.

September 2008

Zusammen mit Patrick Ludolf habe ich den ersten deutschsprachigen Web Analytics Podcast aufgenommen der seitdem halbwegs regelmäßig unter mole2.de erscheint.

Ich bedanke mich nochmals bei allen Lesern. Ich freue mich auf ein tolles Jahr 2009, mit vielen weiteren Posts, anregenden Kommentaren und vielen Post-Ratings.

Allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!!!

Was waren Ihre Web Analytics oder Google Analytics Highlights dieses Jahr? Welches der neueren Features hat Ihnen am besten gefallen? Was kann ich an Web Analytics Inside verbessern? Schreiben Sie einen Kommentar...!

Sonntag, Dezember 07, 2008

Mole2 die Dritte

Nach Wochen des Wartens ist nun endlich die dritte Folge des ersten deutschsprachigen Web Analytics Podcasts live.

Unter mole.de steht ab sofort die Folge "Adventsbeleuchtung und Web Analyse" zum Anhören zur Verfügung. Themen dieser Sendung sind:

Anhören lohnt sich immer - insbesondere bei dieser Folge. Denn dieses Mal haben wir ein Gewinnspiel eingebaut bei dem es einen tollen Überraschungspreis zu gewinnen gibt.

Für Kommentare, Feedbacks und Anregungen sind wir dankbar! Viel Spaß beim Hören...

Freitag, November 21, 2008

Profile vs. Erweiterte Segmente

Vor gar nicht so langer Zeit habe ich einen Blogpost über Profile bei Google Analytics geschrieben. Seitdem nun vor kurzem die neuen Google Analytics Features gelauncht wurden hat es mir vor allem die erweiterten Segmente angetan.

Die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt und ich kann fast garnicht mehr aufhören damit rumzuspielen.

Achtung: Hohe Suchtgefahr!!

Die grobe Struktur der Profile ist auch mit den neuen Features erhalten geblieben. Nur braucht man nun deutlich weniger Profile, bzw. viele spezielle Anforderungen können nun viel einfacher mit den erweiterten Segmenten erfüllt werden.

Dennoch halte ich nach wie vor daran fest mindestens drei Profile einzurichten:

  • 100% Profil
  • Arbeitsprofil
  • Spiel-Profil

Vorher habe ich oftmals geraten weitere Profile anzulegen die bspw. nur den Google AdWords Traffic messen, oder nur Besucher aus bestimmten Ländern, Kampagnen oder ähnliches.

Dies ist in dem Maße wie es war nun nicht mehr nötig. Die Segmentierungen nehmen einem vieles ab.

Da ich die Beispiele und Möglichkeiten was man alles mit den erweiterten Segmenten so machen kann so spannend finde hier noch ein Beispiel:

Analyse von Rubriken innerhalb von Contentseiten

Angenommen Sie betreiben eine Contentseite mit unterschiedlichen Rubriken (Sport, Auto, Business, Lokales, etc.). Für die individuelle Betrachung der Rubriken konnte man bisher die Filter-on-the fly nutzen, oder für jede Rubrik individuelle Profile anlegen.

Mit den erweiterten Segmenten ist das ganze nun ein Kinderspiel.

In meinem Blog bespielsweise habe ich zwar keine Rubriken, aber die einzlenen Posts beinhalten das Datum der Veröffentlichung /2007/ oder /2008/ - diese tauchen in den URLs auf (Click zum Vergrößern).

google analytics: erweiterte segmente
Mit der Auswahl der Seite, der Bedingung "Enthält" und dem entsprechenden Wert (bei mir also z.B. 2008, ansonsten der Name der Rubrik) kann dann ein entsprechendes Segment erstellt werden. In meinem Beispiel haben 1.400 von 3.555 Zugriffen auf die 2008er Rubrik stattgefunden.

Dieses Beispiel ist nicht wirklich aussagekräftig (diverse Nachteile der Messung eines Blogs). Aber für richtige News- oder Contentseiten ist diese Funktion sehr sinnvoll. Sie können sich dann einfach verschiedene Rubriken als Segmente anlegen und diese jeweils in die entsprechenden Berichte einfügen.

Das ganze funktioniert natürlich auch für Ecommerce Seiten. Verkaufen Sie Produkte verschiedener Kategorien? Beispielsweise Laptops, Monitore und Zubehör? Oder Flugreisen, Städtereisen, Schiffsreisen, etc.? Wissen Sie welche Kategorie wie performt? Mit den erweiterten Segmenten können Sie dies ohne komplexe Reguläre Ausdrücke in den Profilen analysieren.

Sehr spannend! Und mit der Möglichkeit Einsichten zu gewinnen aus denen man Optimierungen durchführen kann.

Bildung von Benutzergruppen

Nicht jeder Besucher ist gleich. Es gibt je nach Business unterschiedliche Besuchergruppen:

  • fehlgeleitete Besucher
  • Vergleicher
  • Spaß-Surfer
  • Kauf-Absicht
  • etc.
Über die erweiterten Segmente können diese Gruppen teilweise dargestellt werden.

Wie bereits in dem Post: Google Analytics - Business Web Analytics Features dargestellt kann die Bounce Rate nun auch nach Zeit dargestellt werden (beispielsweise kürzerer Aufenthalt als 10 Sekunden).

Warum dann nicht die Besucher nicht in drei Gruppen aufteilen (A,B,C)?

Beispiel:

A: Stammkunden

Wiederkehrend
+ bereits Kunde
+ mindestens drei Seitenaufrufe
+ länger als 30 Sekunden

(Click zum Vergrößern)
google analytics: erweiterte segmenteB: Zielkunden

Wiederkehrend
+ bereits registriert
+ mindestens drei Seitenaufrufe
+ länger als 15 Sekunden

(Click zum Vergrößern)
google analytics: erweiterte segmenteC: Interessenten

Wiederkehrend
+ neue Besucher
+ kein Kunde
+ nicht registriert
+ länger als 15 Sekunden
+ mindestens drei Seitenaufrufe
+ Bestellprozess angefangen

(Click zum Vergrößern)
google analytics: erweiterte segmente

Dies ist nur ein Beispiel. Es gibt viele viele anderer Beispiele und Möglichkeiten die sehr interessante Analysemöglichkeiten bieten.

Sie haben nun sicher auch schon Erfahrungen mit den erweiterten Segmenten gemacht - welche Segmente haben Sie gebildet? Welche sind interessant? Sie können mir auch gern eine Mail schreiben mit detaillierteren Informationen die ich in einem Post allen Lesern zur Verfügung stelle. Geben Sie Beispiele - Ziel ist mindestens 10 Kommentare ;-)

Verwandte Posts:
Google Analytics - Business Web Analytics Features
Google Analytics Features jetzt für alle!
Google Analytics Tipps: Profile
Top 10 Erfolgsfaktoren für Blogs

Dienstag, November 11, 2008

Google Analytics Features jetzt für alle!

Vor kurzem habe ich bereits über die neuen Business Features von Google Analytics berichtet. Ich habe viele Mails und Anfragen bekommen von Google Analytics Nutzern, die in den letzten Wochen noch keinen Zugang zu den neuen Möglichkeiten hatten (und teilweise sehr verzweifelt wirkten ;-)

Nun hat für alle das Leiden ein Ende!

Sämtliche bestehenden Konten können ab sofort auf sämtliche Features zugreifen:

  • Erweiterte Segmente
  • Benutzerdefinierte Berichterstellung
  • 5-D Visualisierung (Motion Chart)
  • Neue Administrationsoberfläche
  • Aufgeräumtere Benutzeroberfläche
Ich hoffe Sie haben bereits einige Erfahrungen mit den neuen Individualisierungsmöglichkeiten machen können. Ich bin nach wie vor schwer begeistert und entdecke selber immer wieder neue Möglichkeiten Daten neu zu sortieren und daraus tiefergehende Erkenntnisse zu ziehen.

Über die Visualisierung habe ich bisher noch nicht geposted. Haben Sie diese bereits ausprobiert? Welche (sinnvollen) Charts haben Sie sich anzeigen lassen? Kommen Sie mit der Navigation klar? Oder halten Sie die Visualisierung für "Spielkram"? Schreiben Sie Ihre Meinung in einem Kommentar!

Donnerstag, November 06, 2008

Google Analytics und Google Apps verknüpft

Nutzer von Google Apps Premium bzw. Administratoren der Education Edition von Google Apps können ab sofort eine Verbindung zu Google Analytics herstellen.

Das heißt, dass Google Spreadsheet (aka Google Texte & Tabellen) nun mit Google Analytics getrackt werden kann. Ich kann nun also als Arbeitgeber sehen, wieviele meiner Mitarbeiter sich die Dokumente ansehen, und wie sie damit interagieren.

Genauso können interne Wiki Seiten mit Google Analytics getrackt werden, sofern Google Sites hierfür verwendet wird.

Werden Ihre internen Ressourcen überhaupt genutzt? Gibt es unterschiedliche Nutzungsarten in den jeweiligen Ländern (interessant bei weltweiter Nutzung). Wann werden die Dokumente am ehesten aufgerufen?

All diese Fragen können nun mit der bekannten Google Analytics beantwortet werden.

Hierfür gehen Sie innerhalb der Administratoren Oberfläche auf "Erweiterte Tools" und dort auf "Setup Google Analytics". Nun geben Sie nur noch die Analytics-Profil-ID des Profils ein in das die Daten einfließen soll (UA-xxxxxxx-x) - und fertig (wie eingangs erwähnt - dies gilt bisher nur für die Premium und die Education Edition).

Freitag, Oktober 24, 2008

Google Analytics - Business Web Analytics Features

Nachdem ich schon seit einiger Zeit neue Google Analytics Features testen, aber nicht drüber sprechen durfte hat nun am Mittwoch Google auf der eMetrics Summit in Washington D.C. diverse neue Business Features für Google Analytics veröffentlicht. Damit macht Google Analytics einen sehr großen Sprung nach vorne in die Liga der ganz großen Tools.

Kurz vorab - welche neuen Features gibt es?

  • Aufgeräumtere Benutzeroberfläche
  • Neue Administrationsoberfläche
  • Erweiterte Segmente (Advanced Segmentation)
  • Benutzerdefinierte Berichterstellung (Custom Reports)
  • 5-D Visualisierung (Motion Chart)
  • Google AdSense Integration (noch nicht live)
  • Google Analytics API (noch nicht live)
Wow - eine Menge Neuigkeiten und Inhalte für viele weitere lange Posts. [Alle Bilder in diesem Post zur Vergrößerung bitte anklicken].

Aufgeräumte Benutzeroberfläche

Einige kleiner Änderungen gibt es in der Benutzeroberfläche. Insbesondere farblich und graphisch wurden einige Dinge geändert. Zudem wurde unter den Einstllungen der Punkt "Erweiterte Segmente" hinzugefügt, sowie das Segment "Benutzerdefinierte Berichterstellung".

Zu diesen beiden Punkten später mehr...

Neue Administrationsoberfläche

Google Analytics:Neue AdministrationsoberflächeAuch hierrauf habe ich lange gewartet. Insbesondere wenn man mehrere Profile innerhalb eines Accounts verwaltet war es bisher ziemlich umständlich einen vernünftigen Überblick über sämtliche Domains/Profile zu bekommen.

Nun Endlich gibt es alles auf einen Blick. Die Standardkennziffern habe ich direkt nach der Anmeldung im Auge. Selbst die prozentuale Veränderung kann ich sehen für Metriken wie:

  • Besuche
  • Durchschnittliche Besuchszeit auf der Website
  • Absprungrate
  • Erreichte Ziele
Ich weiß also direkt worum ich mich kümmern muss. Wo ich anfangen muss zu optimieren.

Erweiterte Segmente

Nur mit Segmentierungen mach Web Analytics Spaß!

Bislang gab es schon in den meisten verfügbaren Reports viele Segmentierungsmöglichkeiten in Google Analytics (Dimension). Die erweiterten Segmenten allerdings sind ein Quantensprung im Vergleich zu dem bisher dagewesenen.

Innerhalb der erweiterten Segmente gibt es einige vorab definierte Segmente:

  • Alle Besucher
  • Neue Besucher
  • Wiederkehrende Besucher
  • Bezahlte Zugriffe
  • Nicht bezahlte Zugriffe
  • Suchanfragen
  • Direkte Zugriffe
  • Durch Verweise zustande gekommene Zugriffe
  • Besuche mit Conversions
Was bedeutet das nun alles?

Ich kann ab sofort so ziemlich jeden Report mit den oben genannten Segmenten segmentieren.

Beispiel:

Mich interessieren die Leser meines Blogs die aus Hamburg kommen. Also navigiere ich innerhalb des Karten Overlay Reports bis auf die Ebene Hamburg. Dort sehe ich, dass 369 Zugriffe innerhalb des von mir ausgewählten Zeitraumes aus Hamburg kamen.

Über welche Quellen diese User kamen konnte ich bisher auch schon über das Dimension Pull Down Menu sehen. Nun möchte ich aber ausschließlich nur die User sehen, die direkt auf meinen Blog gekommen sind (Direkteingabe der URL oder Bookmark).

Unter erweiterte Segmente wähle ich bei den Standardsegmenten also "Direkte Zugriffe", klicke auf "Übernehmen" und schon kann ich direkt sehen, dass 157 von den 369 Besuchen ohne Umwege auf meine Seite kamen. Aber nicht nur das, sämtliche Zahlen werden für dieses Segment angepasst und im Vergleich zu allen Besuchern dargestellt.

Aber das Beste ist: Alle Daten werden vergangenheitsbezogen dargestellt!!!

Google Analytics: erweiterte Segmente
Im Trendgraphen kann ich sehen wie sich mein ausgewähltes Segment im Vergleich zu allen Besuchen verhält.

Welche Ableitungen ergeben sich daraus?

  • Wie sieht der Trend aus?
  • Wie performen Micro-Segmente?
  • Wo fange ich an zu optimieren?
  • Welche Qualität haben meine User über welche Quellen?
  • Usw...
Es ergibt sich eine endlose Zahl an möglichen Fragestellungen die nun beantwortet können.

Warum endlos? - Weil es nicht nur vorab definierte Segmente gibt, sondern ich mir individuell beliebige Segmente erstellen kann!

Web Analytics Inside ist ein Blog. Die meisten von Ihnen rufen nur eine Seite auf, da die aktuellen Posts auf der ersten Seite stehen und durch Herunterscrollen bereits viele Informationen aufgenommen werden können.

Ich bin natürlich daran interessiert, dass Sie möglichst lange auf meiner Seite bleiben (da ich ja davon ausgehen, dass Ihnen die Informationen hier gefallen und sich alles aufmerksam durchlesen). Natürlich sehe ich die durchschnittlicher Verweildauer, aber mein Ziel ist es, dass Sie länger als 10 Sekunden auf meiner Seite bleiben (wenn Sie diesen Satz zu ende gelesen haben, haben Sie das Ziel bereits erfüllt - vielen Dank!).

In der Bearbeitungsebene der erweiterten Segmente kann ich mir nun jedes x-beliebige Segment selber zusammenstellen.

Google Analytics: erweiterte SegmentePer Drag&Drop können aus der linken Navigation (Dimension und Messdaten) Kriterien ausgewählt werden. Dann sollte eine Bedinung und ein Wert eingestellt werden. Durch das Hinzufügen mehrer und/oder Verknüpfungen kann ich mir dann ein Segment basteln.

In den Reports kann ich dann dieses selbst erstellte Segment hinzufügen und die Daten sehen. Alle verfügbaren Daten innerhalb des Reports werden angepasst. In folgendem Beispiel sehe ich die einzelnen Quellen die mir Besucher gebracht haben, und den jeweiligen Anteil der Besucher, die 10 Sekunden oder länger auf meiner Seite waren.

Google Analytics: erweiterte Segmente
Keine Überraschung aber dennoch interessant: Diejenigen von Ihnen die länger als 10 Sekunden auf meinem Blog rufen mehr als doppelt so viele Seiten pro Besuch auf, als die, die kürzer zu Besuch sind.

Anderes (fiktives) Beispiel:

Auf meiner Seite können sich User kostenlos registrieren und dann später nachgelagert zum Käufer werden. In meiner internen Datenbank habe ich Neue Besucher historisch bedingt als User definiert, die sich nicht registriert haben, nicht gekauft haben, noch nicht auf meiner Seite waren und über eine bestimmte Landingpage gekommen sein müssen. Dies sind mehrere Bedingungen, die erfüllt sein müssen.

Mit der bisherigen Demension Segmentierung konnte immer nur eine Bedinung erfüllt werden. Nun kann ich die Daten mit den Bedingungen...

  • nicht registriert
  • UND
  • nicht gekauft
  • UND
  • bisher nicht da waren
  • UND
  • über die Landing Page X...
auf die Seite kamen. Solch ein Segment benötigt eventuell kein anderer Nutzer auf der Welt - aber Sie können sich dieses Segment nun seber gestalten.

Sie sehen welches Potenzial diese Funktionalität bietet...die hier genannten Beispiele sind nicht sonderlich aufregend - ich bin mir sicher, dass Sie spannendere Möglichkeiten des Einsatzes haben.

Ich muss mich jetzt selber bremsen um nicht noch weitere Möglichkeiten aufzuzeigen - denn dann würde dies ein endlose Post werden...

Benutzerdefinierte Berichterstellung

In der benutzerdefinierten Berichterstellung kann ich mir nicht wie eben geschildert individuelle Segmente erstellen, sondern komplett eigene Reports.

Google Analytics: benutzerdefinierte BerichterstellungUnter "Neuen Bericht erstellen" können Sie wiederum unter Messdaten und Dimensionen aus einer Vielzahl vorgebener Kennziffern auswählen und diese Kennnziffern per Drag&Drop so in Ihren Report ziehen wie Sie sie brauchen.

Google Analytics: benutzerdefinierte Berichterstellung
Mit einem Klick auf Vorschau können Sie direkt kontrollieren, ob die ausgewählten Felder auch sinnvolle Zahlen ergeben. Wenn ja, Bericht erstellen klicken und schon haben Sie Ihren eigenen fertigen Report.

Auch hier wieder: Die Daten werden nicht erst ab dem Moment generiert, sondern auch die historischen Daten werden für Ihre Berichtsanforderung generiert!

Mit diesen Features können Sie Slice&Dice par excellance betreiben und vermutlich so ziemlich jede Businessanforderung, bzw. Frage Ihrer Kollegen beantworten.

5-D Visualisierung und die anderen Themen werde ich in Kürze in einem weiteren Post beschreiben.

Nun sind Sie dran! Haben Sie die neuen Features bereits ausprobiert? Wie kommen Sie damit klar? Haben Sie Segmente eingerichtet? Welche? Haben Sie schon benutzerdefinierte Reports erstellt? Wie sehen diese aus? Was haben Sie kombiniert? Welche Fragestellungen können Sie nun beantworten? Gibt es noch offene Fragen?
Schreiben Sie einen Kommentar: Feedback, Ideen, Anmerkungen, Erfahrungen,....

Dienstag, Oktober 14, 2008

Web Analytics Podcast - Mole 2 die zweite Folge

Nachdem die erste Folge des ersten deutschsprachigen Web Analytics Podcast aus unserer Sicht recht erfolgreich eingeschlagen hat haben wir nun gleich nachgelegt...ab sofort gibt es unter Folge 2 - Mole2 bringt Licht ins Dunkle die aktuelle Sendung zum Download.

Dieses Mal werden Themen behandelt wie:

  • Was ist Web Analytics?
  • Cookies
Und die spannende Frage, wie wir auf den Namen Mole2 gekommen sind, wird aufgeklärt....also am besten direkt kostenlos downloaden!

Wie immer sind Kommentare, Anmerkungen, Ideen, Feedbacks und Kritiken jederzeit herzlich willkommen...

Sonntag, Oktober 12, 2008

Google Analytics und Datenschutz Update

Einige Mühlen mahlen langsam...

Vergangene Woche wurde berichtet, dass der Einsatz von Google Analytics legal ist, sobald man seine User darauf hinweist, dass dieses Tool auf der besuchten Website benutzt wird.

Christian Vollmert, Leiter des Arbeitskreises Erfolgskontrolle beim BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft), sagt zu diesem Thema nun offiziell:

"Die Nutzung von Google Analytics in Deutschland ist nicht gesetzwiedrig. Beim Einsatz von Google Analytics oder ähnlichen Web Analyse Systemen, die IP-Adressen speichern, ist der Website Betreiber aber verpflichtet, einen entsprechenden Hinweis bezüglich der Erfassung und Nutzung der Daten auf der Website zu platzieren."

Dies entspricht inhaltlich exakt dem, worüber ich im November 2007 bereits geposted habe:

Datenschutz, Web Analyse und Websitebetreiber

Daher hier erneut der Hinweis an alle Leser und Google Analytics Nutzer:

Mit der Nutzung von Google Analytics haben Sie sich verpflichtet, den unter Punkt 8.1 aufgeführten Satz der Google Analytics Nutzungsbedingungen in Ihre Website zu integrieren.

Ich empfehle dies im Impressum, Disclaimer oder ihn in Ihre eigenen AGBs/Nutzungsbedingungen zu übernehmen.

In dem Post aus dem November vergangenen Jahres können Sie den Kommentaren entnehmen, dass Google die über Google Analytics generierten IP Adressen ausschließlich für die Erstellung des Karten-Overlay Reports benötigt.

Ist die Herkunft des Users bestimmt, werden die IP-Adressen gelöscht bzw. unkenntlich gemacht. Diese Formulierung konnten Sie in der Vergangenheit von mir auch auf diversen Konferenzen und Veranstaltungen so hören...und auch lesen, denn im April 2008 habe ich genau dies explizit gepostet in dem Artikel: Karten Overlay bei Google Analytics.

Ich möchte in diesem Post nicht in tiefere rechtliche Diskussionen einsteigen, sondern vielmehr dazu ermuntern, die Vorteile von Google Analytics zu nutzen.

Bringen Sie Ihr Business nach vorn! - Nutzen Sie Web Analytics!

Haben Sie den Hinweissatz in Ihre Website eingebaut? Vertrauen Sie Google Analytics mehr oder weniger als anderen Toolanbietern? Schreiben Sie Ihre Meinung in einem Kommentar!

Verwandte Posts:
Karten Overlay bei Google Analytics
Analytics Filter: Wozu brauche ich die? Teil 2 - IP Adresse ausschließen
Analytics Filter: Wozu brauche ich die? Teil 4 - Eigenen Traffic ausschließen (dynamische IP)
Xamit Studie: Datenschutz, Web Analyse und Websitebetreiber

Yahoo! Web Analytics ist da...

Nachdem Yahoo! vor fünf Monaten den ungarischen Web Analyse Tool Anbieter Indextools übernommen hat (der dazugehörige Post von damals: Yahoo! kauft Indextools), gab es seitdem nur Spekulationen aber wenig wirklich konkret Neues.

Dies hat sich seit letzter Woche geändert.

Denn Yahoo! hat den Namen Indextools verbannt und den Service als Yahoo! Web Analytics neu gelauncht.


Viele Dinge die Google in der Zeit nach Kauf von Urchin und des Launches von Google Analytics gemacht hat, waren auch bei Yahoo! vonnöten.

Grundvoraussetzung ist die nötige Infrastruktur für eine vernünftige Skalierbarkeit (vielleicht erinnern sich einige meiner Leser noch an die ersten Tage von Google Analytics, den unerwarteten Ansturm auf das Tool und das Warten auf einen Invitation Code - kommt mir unglaublich lange her vor...).

Wahrscheinlich wird genau dies der Grund sein, weshalb Yahoo! das Tool nicht (wie damals Google) allen kostenlos zur Verfügung stellt.

Zunächst haben alle Yahoo! Kunden die Möglichkeit das Tool zu nutzen - mit Kunden meine ich Unternehmen, die in einer Geschäftsbeziehung zu Yahoo! stehen (nicht sämtliche Suchmaschinenbenutzer ;-) Es bleibt also abzuwarten, ob es evtl. im kommenden Jahr eine kostenlose "für-alle" Version geben wird.

Laut Yahoo! sollen auch einige Änderungen an dem Tool vorgenommen worden sein. Z.b. die Einführung einer Single Log-In Prozedur für sämtliche Yahoo! Services, sowie eine tiefe Integration mit anderen Yahoo! Produkten (bspw. für Yahoo! Shop-Betreiber).

Da ich selber kein Yahoo! Kunde bin, kann ich leider keine first-hand Erfahrungen wiedergeben...

Was hat denn nun aber der Kunde davon?

Ich glaube, dass - sofern Yahoo! Web Analytics auch in den Massenmarkt eintreten sollte - dies für alle aktiven Nutzer von Web Analyse Tools positiv ist.

Mehr Wettbewerb sorgt für bessere Produkte!

Bislang hatte Google Analytics als kostenloses Web Analyse Tool ein Alleinstellungsmerkmal. Verwunderlich, dass der erste wirklich ernstzunehmende Nachzügler fast drei Jahre gebraucht hat, um ein vernünftiges kostenloses Tool auf den Markt zu bringen (ich vernachlässige Microsoft Analytics aka Gatineau in diesem Moment, da es scheinbar über die Beta Phase nicht wirklich hinaus kommt).

Trotz aller (positiven) Änderungen an Google Analytics (ich berichtete) ist es nun an Google nachzulegen, weiter an dem Tool zu arbeiten um es noch besser zu machen. Ich bin mir allerdings sehr sehr sicher, dass in den nächsten Monaten dort einiges passieren wird....

Dennoch, zwei gute kostenlose Tools lassen nun zumindest eine Auswahl zu (noch etwas eingeschränkt, da nicht jeder Yahoo! Kunde ist). Dem Web Analyse Markt wird es auf jeden Fall gut tun!

Was denken Sie zu Yahoo! Web Analytics? Braucht der Markt ein weiteres Web Analyse Tool? Oder ist Google Analytics ausreichend? Werden Sie wechseln? Sind Sie Yahoo! Kunde? Schreiben Sie hre Meinung in einem Kommentar...

Sonntag, September 28, 2008

Google Analytics Tipps: Standardseite

Eines der wichtigsten Dinge in der Web Analyse ist es eine vernünftige Datenbasis zu haben. Nur wenn die Daten so aufbereitet sind, dass man mit ihnen arbeiten kann, ist man auch in der Lage entsprechende Aktionen abzuleiten und Optimierungen vorzunehmen.

Bei vielen Web Analyse Tool Nutzern - unabhängig davon, welches Tool genutzt wird - habe ich festgestellt, dass das Tool nicht sauber aufgesetzt wurde und daher die zur Verfügung stehenden Daten nur erschwert analysiert werden konnten.

Die User verlieren dann schnell die Lust an der Web Analyse und nutzen irgendwann das Tool nicht mehr. Das ist mehr als schade! Hierdurch kann Umsatz verloren gehen! Stellen Sie sich vor, dass Trafficeinbrüche nicht schnell genug erkannt werden nur weil die Daten in Ihrem Web Analyse Tool schlecht interpretierbar sind...

Das Web ist komplex und kompliziert - und wahrscheinlich ist auch Ihre Website komplex und kompliziert. Das macht es einem Web Analyse Tool nicht besonders einfach automatisiert die Eigenarten Ihrer Website zu erkennen. Daher muss man bei der Implementierung einige Einstellungen vornehmen und dem Tool bestimmte Eigenarten seiner Website mitteilen damit die Daten vernünftig dargestellt werden können.

Als erstes Beispiel möchte ich das Thema Standardseite (oder Default Page) nehmen.

Bei vielen Homepages gibt es neben der eigentlichen Homepage URL noch eine weitere Standard-URL.

Beispiel:

Geben Sie in den Browser die URL des deutschen Bundestags ein, also www.bundestag.de erscheint im Browser die URL www.bundestag.de - alles in Ordnung also.

Klicken Sie auf der www.bundestag.de Homepage oben links auf das Logo lädt sich die Homepage erneut. Die exakt gleiche Seite - allerdings mit einer andere URL: www.bundestag.de/index.html.

Aus Sicht von Google Analytics sind dies zwei unterschiedliche Seiten. Einmal die Homepage und einmal die index.html Seite. In den Reports, bspw. Content -> Top Webseiten, taucht die exakt gleiche Seite zweimal auf.

Das ist für die Web Analyse natürlich nicht schön - schließlich handelt es sich ja um ein und dieselbe Seite.

Durch eine einfache Einstellung in Google Analytics kann dieses Problem behoben werden (Click auf Grafik zum Vergrößern):


Geben Sie lediglich den Namen der Standardseite (also bspw. index.htm oder home.html oder ähnliches) in das dafür vorgesehene Feld ein. Es ist nicht nötig ein "/" davor zu schreiben.

Von dem Moment an, wird die Homepage als eine Seite betrachtet - unabhängig davon, wieviele User die Homepage als index.html oder index.php oder sonstiges gesehen haben.

Eine Homepage ist eine Homepage und sollte daher auch entsprechend als eine Homepage in Ihren Reports dargestellt werden. Dies vereinfacht die Analyse Ihrer Daten.

Verwandte Posts
(mitunter beziehen sich ältere Artikel auf die alte Google Analytics Version, so dass evtl. die Inhalte nicht 1:1 übernommen werden können - der Post
"
Anpassungen für den neuen ga.js Code"
ist dann hilfreich):


Google Analytics Tipps: Profile
User Navigation und Klickpfade in Google Analytics
Vergabe individueller Seitennamen
Weiter Suchmaschinen hinzufügen
Preisvergleichsseiten hinzufügen
Tracken von nicht AdWords Kampagnen
Referrals anzeigen in der neuen Google Analytics Version
Google Analytics mit Google AdWords verknüpfen
Tracken über mehrere Domains
Website Suche - Was ist das?

Dienstag, September 23, 2008

Breaking News: Web Analytics...Podcast!

Ab sofort gibt es einen Web Analytics Podcast!

Patrick Ludolph und ich starten ab sofort eine regelmäßige Web Analytics Podcast Reihe. Gestern gab es die erste Session die bereits zum Abruf zur Verfügung steht unter:

Mole2 - der erste deutsche Web Analytics Podcast

Dort kann man Patrick und mich eine knappe Stunde lang hören. Themen der ersten Sendung waren:

  • Vorstellung
  • OMD Recap
  • Real Time - wieviel braucht man wirklich?
  • IndexTools - was wird daraus?
  • Datenschutz
Nun können Sie das Thema Web Analyse...

  • ...während der Arbeit...
  • ...beim Joggen...
  • ...zum Einschlafen...
  • ...zum Nachdenken...
  • ...als Anregung...

hören.

Ich freue mich über Kommentare, Vorschläge, Ideen, Austausch und Gäste. Das ganze soll von nun an einmal monatlich in den Räumlichkeiten von Trakken stattfinden. Dieser Blog wird selbstverständlich weitergeführt mit aktuellen Inhalten, News, Tipps und Tricks rund um Web Analyse und Google Analytics.

Wie finden Sie die Idee des Podcasts? Haben Sie Themenvorschläge oder Ideen? Schreiben Sie auch hier gern einen Kommentar...

Dienstag, September 09, 2008

Google Chrome in Google Analytics (oder kleine Änderungen bei Google Analytics Teil III)

Seit kurzem ist ja nun Google Chrome auf dem Markt. Rechtliche- und Sicherheitsbedenken hin oder her finde ich ihn sehr gelungen. Diverse Features die mir gefallen - anderes was mich stört. Aber ich will garnicht auf Chrome eingehen.

Die Tage nach dem Launch wurde Chrome von Google Analytics nicht als neuer Browser erkannt. Mittlerweile allerdings (seit dem 2. September) ist dies geändert und Chrome reiht sich in die Liste der Browser ein.

Interessant zu sehen wie sich die Akzeptanz im Zeitverlauf verändert. Bereits innerhalb dieser wenigen Tage seit erscheinen gibt es etwas herauszulesen.

Die Tage direkt nach Bekanntgabe war die Nutzung verhältnismäßig hoch mit einem Anteil von über 3%. Dann kamen die ersten Meldungen über Sicherheitslücken und diverse Presseberichte - was folgt ist ein Einbruch in den Zugriffen auf meinen Blog über Chrome. Mittlerweile kommen nur noch knapp über 1% meiner Leser mit Chrome.

Sicherlich haben viele User (so auch ich) Chrome zu Beginn ausprobiert, sind aber dann - vielleicht aufgrund ihrer Firefox Plugins - wieder zurück gewechselt (die große Mehrheit von Ihnen nutzt Firefox - nicht Internet Explorer!).

Ich bin gespannt, wie sich die Nutzung weiterhin entwickelt.

Wie sind die Zugriffszahlen bei Ihnen? Ich habe von einem Marktanteil von knapp unter 3% gelesen - können Sie das für Ihre Seite bestätigen? Schreiben Sie doch einen Kommentar...

Verwandte Links:
iPhone Besuche in Google Analytics

Sonntag, September 07, 2008

Kleine Änderungen bei Google Analytics - Teil II

Der letzte Post ist ein paar Wochen her. Aber weder ich noch die Google Entwickler waren untätig. Mal wieder gab es einige kleine Änderungen die ich hier kurz beschreiben will.

Google Analytics Tracking Code (GATC)

Hat irgendjemand mitbekommen, dass sich der neue GA.js Tracking Code geändert hat? Ich habe es nur durch Zufall entdeckt. Hier die (kleine) Veränderung...

...alter ga.js Tracking Code:

<script type="text/javascript">
var gaJshost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." :
"http://www.");
document.write(unescape("%3C script src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js'
type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script type="text/javascript">
var pageTracker = _gat._getTracker("UA-xxxxxxxx-x");
pageTracker._initData();
pageTracker._trackPageview();
</script>

...neuer ga.js Tracking Code:

<script type="text/javascript">
var gaJshost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." :
"http://www.");
document.write(unescape("%3C script src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js'
type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script type="text/javascript">
var pageTracker = _gat._getTracker("UA-xxxxxxx-x");
pageTracker._trackPageview();
</script>

[Wer den Unterschied als erstes bemerkt schnell bei 0190-xxxxx anrufen - jede zehnte Leitung gewinnt ;-) ]

Hier direkt die Auflösung:

pageTracker._initData();

Diese Zeile ist nicht mehr da - der Befehl wird nun offensichtlich automatisch ausgeführt.

Vorteile?

Der Code wieder einmal ein wenig schlanker und schneller. Zudem war diese Zeile nicht individualisier- bzw. anpassbar und daher evtl. ein wenig verwirrend.

Da Google bisher noch nichts zu dem Thema kommuniziert hat, und dies keine wirklich gravierende Veränderung ist, besteht zunächst absolut kein Handlungsbedarf!

Die Veränderung hat z.Zt. keinerlei Einfluss auf die Darstellung Ihrer Daten, noch hat es sonst irgendwelche Auswirkungen. Kein Grund zur Sorge und kein Grund Ihre IT Abteilung mit weiterer Arbeit zu belasten...


Segmentierung heißt jetzt Dimension

Eine weitere kleine Änderung ist die Umbenennung von Segmentierung zu Dimension.


Gleichzeitig ist die Position auch von oberhalb der Hauptmetriken nach unterhalb der Metriken gerutscht.

Ob dies nun in irgendeine Art und Weise Einfluss auf etwas hat kann ich nicht sagen. Ich vermute mal z.Zt. nicht. So hat sich der Name im Laufe der Zeit von Cross-Segmentierung auf Segmentierung und nun eben auf Dimension geändert.

Vielleicht ist es ja ein Indiz auf weitere zukünftige Änderungen die mit der Dimension möglich sein könnten...

Was auch immer dies nun genau zu bedeuten hat - ein deutliches Zeichen, dass Google Analytics lebt, und trotz Sommers und Urlaubs sich das Produkt stetig weiterentwickelt...und ich weiß, dass noch sehr viele sehr spannende Dinge passieren werden...

Sonntag, August 17, 2008

Kleine Änderungen bei Google Analytics

Seit dem letzten Google Analytics Update ist mittlerweile schon wieder einige Zeit vergangen. Nun hat es allerdings wieder kleiner Änderungen gegeben.

Das Anmeldeprozedere ist vereinfacht worden.

Musste man sich bisher jedes mal neu einloggen um seine Reports zu sehen, geht dies nun mit nur einem Click.


Voraussetzung hierfür ist, dass man bereits mit seiner Google Account eMail Adresse für einen anderen Google Dienst angemeldet ist (Googlemail, iGoogle, Google News, AdWords oder sonstiges). Einmal angemeldet reicht nun ein Click auf "Zugriff auf Analytics" und spart sich die erneute Eingabe der eMail Adresse und des Passworts.

Zu beachten ist allerdings, dass man sich ausloggt, wenn man den Computer verlässt. Ansonsten hätte jeder, der nach Ihnen denselben Rechner benutzt Zugriff auf Ihre Daten. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie auf fremden Rechnern Ihre Analytics Daten checken....

Und noch eine Neuerung: Darstellung des Trendgraphens nach Stunden.



Bereits im April habe ich über Neue Trendgrafik bei Google Analytics gepostet. Nun ist mit der Stundenansicht ein weiterer Detaillierungsgrad hinzugekommen. Allerdings ist diese Ansicht nicht für sämtliche Reports verfügbar.

Hier eine Übersicht der Reports, in der eine Stundenansicht möglich ist:

  • Besucher -> Besuchertrend -> Besuche
  • Besucher -> Besuchertrend -> Seitenzugriffe
  • Besucher -> Besuchertrend -> Durchschnittliche Anzahl an Seitenzugriffen
  • Besucher -> Besuchertrend -> Verweildauer auf der Website
  • Besucher -> Besuchertrend -> Absprungrate
  • Ziele -> Gesamtanzahl der Conversions
  • Ziele -> Conversion Rate
  • Ziele -> Zielüberprüfung
  • Ziele -> Zielpfade
  • Ziele -> Zielwert
  • Ziele -> Ausstiegsraten im Zieltrichter

Wünschenswert wäre ein Stundenreporting sicher auch in vielen anderen Reports - ich bin mir sicher, dass dies in dem ein oder anderen Report auch noch umgesetzt werden wird.

Z.Zt. gibt es einen kleinen Bug bspw. in dem Report Einstiegspfade. Hier funktioniert die Auswahl in dem Bereich "Anschließend angezeigte Seiten" nicht. Dieses Problem ist allerdings bekannt und es wird bereits daran gearbeitet...

Verwandte Posts:
User Navigation und Clickpfade in Google Analytics
Neue Trendgrafik bei Google Analytics

Sonntag, August 03, 2008

Google Analytics Tipps: Profile

Profile in Google Analytics sind eine wunderbare Sache. Aber werden sie auch richtig und ausreichend genutzt?

Zunächst einmal grundsätzliches:

  • Jedes Google Analytics Konto hat per Default 50 Profile
  • Fragen Sie Ihren Google Ansprechpartner und Sie bekommen bis zu 100 Profile freigeschaltet
  • Profile können unterschiedliche Daten für eine Website enthalten
  • Profile können Daten unterschiedlicher Websites enthalten
  • Profile können beliebig geändert oder gelöscht werden
  • Einmal in die Profile eingelaufene Daten sind nicht mehr änderbar
  • Es macht absolut Sinn mehrere Profile anzulegen
Sie können sehr einfach jederzeit neue Profile hinzufügen und die einlaufenden Daten durch Filter, Ziele oder sonstige Einstellungen "manipulieren".


Ich empfehle immer ein 100% Profil zu behalten in das alle Daten - unverändert - einlaufen. Dies ist das 100%-Profil. Zudem ein weiteres Arbeits-Profil - das Profil mit dem Sie arbeiten, wo Sie wissen, dass die Daten in Ordnung sind, Ziele definiert sind und die Einstellungen so sind wie Sie es wollen. Zusätzlich habe ich immer mindestens ein weiteres "Spiel-Profil". Hier können verschiedene Tests durchgeführt werden, neue Ziele, geänderte Einstellungen usw. und deren Auswirkungen auf die Daten. Hierdurch bleiben die Zahlen in Ihrem Default Profil unverändert.

Denn es ist wichtig zu wissen (ich wiederhole es gern öfter), dass einmal eingeflossene Daten retrospektiv nicht mehr änderbar sind.

Folglich empfehle ich also zumindest immer drei Profile zu erstellen:

  1. 100%-Profil
  2. Arbeits-Profil
  3. Spiel-Profil

Viele weitere Profile sind denkbar. Bspw. eines in dem Sie Ihre eigene IP Adresse ausgeschlossen haben, oder eines in dem Sie die eigene IP Adresse eingeschlossen haben (um zu sehen wie die Mitarbeiter navigieren). In Abhängigkeit Ihrer Business-Ziele können viele alternative Profile erstellt werden, die Zahlen entsprechend Ihrer Bedürfnisse darstellen.

Das ganze Konzept von Profilen kann man sich wie folgt vorstellen:


100% der Daten stehen Ihnen zur Verfügung. Sie entscheiden, indem Sie die Profile entsprechend spezifizieren, welche und wieviele Daten in die Profile einfließen.


Was für Profile haben Sie? Manipulieren Sie Ihre Daten? Ich bin gespannt wie Sie diese Funktionalität nutzen - die anderen Leser sicher auch...schreiben Sie einfach ein Kommentar...

Weitere passende Posts:

Wirklich eingetippte Keywords für AdWords Kampagnen sichtbar machen
Analytics Filter: Wofür brauche ich die? Teil 1 - Länder einschließen
Analytics Filter: Wofür brauche ich die? Teil 2 - IP Adresse ausschließen
Analytics Filter: Wofür brauche ich die? Teil 3 - AdWords Traffic
Analytics Filter: Wofür brauche ich die? Teil 4 - Eigenen Traffic ausschließen (dynamische IP)
Analytics Filter: Wofür brauche ich die? Teil 5 - Wirklich eingetippte Keywords

Donnerstag, Juli 17, 2008

Über 5.000.000 Google Analytics Accounts

Ich habe gerade mal wieder einen neuen Google Analytics Account erstellt und war überrascht.

Vielleicht haben Sie auch schon bemerkt, dass die UA-xxxxxxx-x Nummer innerhalb des Tracking Codes bei jedem neu erstellen Account hochgezählt wird.

Bei dem gerade von mir erstellen Account hatte ich die Nummer 5.019.038

Das heißt, es gibt weltweit bereits mehr als 5 Millionen Google Analytics Accounts! Das ist doch eine ganze Menge.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass auch 5 Millionen unterschiedliche Domains getrackt werden, bzw. alle Account aktiv genutzt werden.

Ich vermute, dass es eine große Menge an Accounts gibt, die irgendwann mal erstellt wurden aber nicht mehr verwendet werden, bzw. der Tracking Code gar nicht eingebaut ist....

Dennoch - eine sehr beeindruckende Zahl wie ich finde.

Montag, Juli 14, 2008

User-Navigation und Klickpfade in Google Analytics

Die grafische Darstellung von Klickpfaden (oder auch Trampelpfaden) einer Website ist nicht besonders trivial. Je größer und umfangreicher eine Website, desto schwieriger die Darstellung.

User verhalten sich nicht so wie man denkt. Es gibt meist unzählbar viele Navigationsmöglichkeiten.

Diese so darzustellen, dass die Grafik noch analysierbar bleibt, und vor allem Informationen gibt von denen man Aktionen ableiten kann ist sehr ambitioniert.

Ich habe diverse Web Analyse Tools gesehen, die sich mehr oder weniger erfolgreich daran versucht haben - teilweise mit großem grafischen Auwand, quasi 3D Lösungen, etc. Leider habe ich dazu keine Screenshots.

google analytics navigationAuch Google Analytics bietet Reports die die Klickpfade der User darstellen (ja doch - viele kennen diese Funktion bei Google Analytics nicht. Zugegebenermaßen ist sie auch etwas versteckt).

Unter Content -> Übersicht findet man die Reports Navigationsübersicht und Einstiegspfade.

Zunächst zur Navigationsübersicht.

Es ist wie gesagt äußerst schwierig die Navigationspfade der User aggregiert so darzustellen, dass diese dann auch noch analysierbar und interpretierbar sind. Zur vereinfachten Betrachtung Ihrer Zielprozesse lohnt es sich daher einen Trichter einzurichten um die Navigation innerhalb Ihrer Bestellprozesse zu analysieren.

Der Navigationsübersicht-Report stellt Step für Step dar, wie die User durch Ihre Seite navigieren. Hier finden Sie den Report in Google Analytics (Click auf Grafik zum Vergrößern):

google analytics navigationsübersicht

In dem Report Navigationsübersicht betrachten Sie jeweils eine Seite. Links davon sehen sie den prozentualen Anteil der User, die auf diese Seite gekommen sind. Rechts von der betrachteten Seite sehen Sie den nächsten Schritt der User.

Wieviel Prozent der User sind ausgestiegen? Wieviel Prozent der User sind weitergegangen? Und wohin? (Click auf Grafik zum Vergrößern)

google analytics navigationsüberischt
Die betrachtete Seite wird jeweils in der Mitte dargestellt (hier rot markiert). In diesem Beispiel ist die Homepage meines Blogs in der Mitte. Knapp 74% sind hier von extern eingestiegen. 26% der User haben sich vorher schon andere Seiten angesehen (bspw. auf die verschiedenen Posts geklickt) und sind dann zurück auf die Homepage navigiert.

Ähnlich verhält es sich mit den Abgängen. ca. 72% meiner User sind von der Homepage ausgestiegen und haben die Seite verlassen. Knapp 28% sind allerdings weiternavigiert. Nur wohin?

google analytics navigationsübersichtMit Hilfe obiger Grafik (Click zum Vergrößern) kann ich sehen, wohin die User gegangen sind (ignorieren Sie die zweite "read-pages" Zeile und die "link/xing" Zeile - dies sind Tests und virtuelle Seitenaufrufe).

Ich kann nun bspw. sehen, dass in dem von mir ausgewählten Zeitraum 0,44% der User von der Homepage zu dem Post "top-5-reports-in-google-analytics" weiternavigiert sind. Möchte ich sehen wohin die User von dem Post aus gegangen sind, muss ich lediglich auf den Link in dem Report clicken. Dann erscheint die Seite mit den Top-5 Reports in der Mitte des Reports. Man betrachtet dann also diese Seite und kann sehen woher und wohin die User navigiert sind. So kann man dann dem Userfluss folgen.

Stoßen Sie hier nun auf eine Seite die Ihnen sehr wichtig ist, ein Großteil Ihrer User allerdings die Seite verlässt, deutet dies eventuell auf Optimierungbedarf dieser Seite hin.

Über das Pull-Down Menu Content können Sie auch direkt einzelne Seiten auswählen und aufrufen.

In eine ähnliche Richtung geht der Report Einstiegspfade.

google analytics einsteigspfadeHier können Sie sich wieder über das Content Pull-Down Menu eine beliebige Seite auswählen. Diese wird dann auf der linken Seite unter "Hier gestartet" dargestellt. In der mittleren Spalte sehen Sie die im Anschluss daran angezeigten Seiten. Wählen Sie hier eine Seite aus (bspw. wie im Screenshot: "Was ist der $-Index"). Auf der rechten Seite wird dann angezeigt auf welcher Seite die User Ihren Besuch beendet haben. In obigem Beispiel hat der großteil der Besucher meinen Blog verlassen, nachdem der $-Index Artikel gelesen wurde (dies macht bei einem Blog auch Sinn, die wenigesten User lesen sich mehrere Artikel nacheinander durch, sondern lesen den, der sie interessiert und springen danach wieder ab - oder wie oben auch ersichtlich, checken die Hompeage und springen dann von dort ab).

Dieser Report ist besonders hilfreich um den Erfolg von Landingpages zu kontrollieren. Schließen die User den Besuch wirklich mit einer Conversion ab? Wieviele User die über eine Landingpage einsteigen, sehen dann auch wirklich die Dankeschön-Seite?

Dies sind Informationen, mit denen Sie etwas anfangen können? Sie können Ihre Navigation überprüfen, den Erfolg Ihrer Landingpages testen und sehen, wie die User auf Ihrer Seite wirklich navigieren (wie bereits erwähnt - sie tun dies oftmals anders als Sie denken).

Insbesondere der Report Einstiegspfade kann zu direkten Aktionen führen und Ihnen einen deutlichen Mehrwert bringen.

Dies ist der Sinn von Web Analyse - Aktionen vornehmen anhand von Daten und Reports die direkte Rückschlüsse zulassen!

Haben Sie Erfahrungen mit diesen Reports gemacht? Schildern Sie Ihre Erlebnisse, Aktionen oder Ergebnisse in einem Kommentar....

Dienstag, Juli 01, 2008

Nähere Betrachtung von Besucherzahlen

Immer wieder kommen Kunden mit Fragen bezüglich der Interpretation von Zahlen in Google Analytics auf mich zu.

Für die Interpretation der Daten nicht nur in Google Analytics, sondern in allen Web Analyse Tools, benötigt man Hintergrundwissen um zu erfahren, wie die Daten eigentlich berechnet werden.

Die falsche Interpretation der Daten kann zu falschen Annahmen führen. Oder dazu, dass das Tool nicht mehr genutzt wird, da man den Daten misstraut (das wäre die schlechteste aller Lösungen!).

Grundsätzlich: Die Daten sind nie 100% korrekt!

Es lässt sich vermutlich bis zum Lebensende darüber streiten welche Zahlen denn eigentlich die richtigen sind. Auf diese Diskussion möchte ich mich nicht einlassen. Wenn man sicher ist, dass man Google Analytics korrekt implementiert hat, sollte man sich darauf einigen mit diesen Zahlen zu arbeiten, um die eigene Website nach vorn zu bringen.

Aktionen und Verbesserungen anhand der vorhandenen Zahlen vorzunehmen bringt Ihrem Business mehr, als die vorhandenen Zahlen anzuzweifeln und nichts zu optimieren!

Hier einige Beispiele die zu Missinterpretationen führen können:

Neue Besucher + wiederkehrende Besucher = Besucher insgesamt

Falsch!

Aber warum?

Stellen Sie sich einen Besucher vor, der an einem Tag zum ersten Mal Ihre Seite besucht, und am selben Tag erneut auf Ihre Seite kommt.

Für diesen Tag wird er sowohl als neuer, als auch als wiederkehrender Besucher registriert. Also zwei. Insgesamt ist er aber natürlich nur ein Besucher. Dies zeigt bereits, dass die obige Formel nicht korrekt sein kann.

Es ist daher besser sich auf Besuche statt auf Besucher zu konzentrieren, da diese Zahl aussagekräftiger ist. Hätte ich in obiger Formel Besuche statt Besucher geschrieben wäre das Ergebnis korrekt.

Summe: (Eindeutige Besucher pro Tag für einen Monat) = Eindeutige Besucher für denselben Monat

Falsch!

Stellen Sie sich vor Sie haben am 3. eines Monats 100 eindeutige Besucher, am 10. besuchen Sie dieselben 100 eindeutigen Besucher und am 19. eines Monats wieder dieselben 100 eindeutigen Besucher.

Betrachten Sie nun die einzelnen Tage individuell sind die Zahlen für die eindeutigen Besucher korrekt - also jeweils 100 eindeutige für den 3. den 10. und den 19. des Monats.

Betrachten Sie allerdings den kompletten Monat wäre die Zahl von 300 eindeutigen Besuchern nicht richtig. Denn schließlich handelt es sich ja immer um dieselben Besucher, so dass Sie in der Monatsbetrachtung "nur" 100 eindeutige Besucher haben (und nicht wie in obiger Formel 300).

Macht die Erklärung Sinn? Haben Sie andere/weitere Beispiele? Schreiben Sie Ihre Meinung in als Kommentar...

Verwandte Posts:

Was ist der $Index?
Zahlen im Kontext, Zahlen im Bezug
Ist meine Conversion Rate korrekt?

Donnerstag, Juni 26, 2008

Analytics in (fast) Real Time

Bereits vor einiger Zeit habe ich darüber berichtet, dass Google die Update Zeiten für die Reports von Google Analytics deutlich erhöht hat.

Die meisten Reports werden nun in deutlich weniger als einer Stunde aktualisiert.

Ich habe einige Fragen erhalten, wie man denn die aktuellen Daten nun sehen kann. Da gibt es einen einfachen Tipp.

Wenn Sie ein neues Profil erstellen sehen Sie in der Profilübersicht die Meldung "Tracking ist nicht installiert" (Click zum Vergrößern)

google analytics meldung
Sofern der Code eingebaut ist verschwindet die Meldung nach kurzer Zeit und die Zahlen werden getrackt.

Wenn man sich dann allerdings in seine Reports anschaut sieht man per Default immer nur die Zahlen bis gestern. (Click zum Vergrößern)

google analytics datum
Wenn Sie in den Kalender gehen und dort das Datum auf den heutigen Tag stellen sehen Sie die aktuellen (fast) Real Time Daten in Ihren Reports. (Click zum Vergrößern)

google analytics kalender
Es werden jedoc nicht alle Reports so schnell aktualisiert. Wenn Sie Ihren Analytics Account mit dem AdWords Account verknüpft haben werden die AdWords Daten nur einmal täglich in die Analytics Reports eingespielt. Auch die eCommerce Daten werden nur einmal täglich aktualisiert.

Daten wie Besuche, Seitenaufrufe, durchschnittliche Aufenthaltsdauer, Seitenaufrufe pro Besuch und sämtliche damit zusammenhängende Reports werden jedoch in deutlich weniger als einer Stunde aktualisiert, sofern man wie oben beschrieben das Datum auf den aktuellen Tag ändert.

Verwandte Posts:

Schnellere Report-Updates in Google Analytics
Wann kommen die Daten?

Sonntag, Juni 15, 2008

Google Analytics: Wohin geht die Reise?

Seit dem letzten wirklich großen Update von Google Analytics - dem kompletten Redesign der Benutzeroberfläche - ist mittlerweile etwas mehr als ein Jahr vergangen. Seitdem gab es verschiedene neue Features, und auch einige Ankündigungen neuer Reports, die entweder bereits umgesetzt wurden oder in Kürze umgesetzt werden.

Doch was mag da noch kommen? Wohin geht die Reise für Google Analytics?

Ein aktuelles Beispiel aus den USA zeigt den Trend wie ich finde recht deutlich. In Nordamerika ist es bereits möglich über Google auch Radio- und Fernsehwerbung zu schalten oder auch Anzeigen in Zeitungen zu platzieren. Auch wenn diese Werbemöglichkeiten dort zumeist noch als Beta-Test laufen gibt es einen Indiz auf die zukünfitge Ausrichtung. Es wird mehr in Richtung eines Anbieters für sämtliche Werbemöglichkeiten gehen.

Da darf dann natürlich auch die Erfolgsmessung der anderen Werbeformen nicht fehlen. Und da es Google Analytics ja bereits gibt macht es natürlich Sinn weitere Daten mit einfließen zu lassen.

So geschehen letzte Woche in den USA.

Dort gibt nun die Möglichkeit die über Google geschalteten TV Ads in Google Analytics einfließen zu lassen. Die bekannten Metriken aus Analytics wie Besuche, Coversions und Umsatz können dort nun angereichert werden mit folgenden Kenziffern:

  • Ausgelieferte Impressions - eine Impressions ist hier die Auslieferung eines TV Spots für mindestens 2 Sekunden
  • Ausgepielte TV-Spots - dies ist vermutlich die Anzahl der komplett angezeigten Spots
  • Kosten - die Gesamtkosten die für die Kampagnen bezahlt wurden
  • Bezahlter CPM - welcher tausender Kontakt Preis wurde für Impressions bezahlt
So sieht das ganze dann in Google Analytics aus:

TV Spots in Google Analytics
Bereits im März dieses Jahres wurden die ebenfalls bisher nur in den USA buchbaren Audio Ads in Analytics integriert. Dort können die über Google gebuchten Radio Werbespots ausführlich in Google Analytics analysiert werden und damit detaillierte Erkenntnisse über den Mediemwechsel von Offline zu Online gewonnen werden.

Hier ein Screenshot der Audio Reports in Analytics:

Radio Spots in Google Analytics
Denkt man nun einen Schritt weiter und überlegt welche Tools und Programme Google noch alles anbietet und bisher nicht automatisiert in Google Analytics integriert sind kommt man schnell zu weiteren möglichen Verknüpfungen.

FeedburnerEine aus meiner Sicht dringende Integration wäre die mit Feedburner. Auch Feedburner gehört zu Google und ist ein mächtiges Tool. Ein Integration mit Google Analytics würde eine deutlich bessere Kontrolle der eigenen RSS Feeds ermöglichen.

Die bisher in Feedburner enthaltenen Statistiken sind nicht sonderlich Aussagekräftig - eine Verknüpfung mit Google Analytics würde doch einen erheblichen Mehrwert bieten und Erkenntnisse woher die qualitativ guten User kommen.

Des weiteren sind weitere Verknüpfungen vorstellbar zum Beispiel mit Google Maps, Google Earth, YouTube und auch den mobilen Applikationen.

Was bedeutet das ganze?

Meine Vorstellung ist, dass Google Analytics irgendwann zu einem integralen Bestandteil wird welches sämtliche Marketingaktivitäten, unabhängig davon ob Online oder Offline, abbilden kann. Quasi ein zentrales Tool, welches einfach zu bedienen ist und Unternehmen bei der Entscheidungsfindung und vor allem der Erfolgsauswertung sämtlicher Marketingmaßnamen hilft.

Welche Integrationen halten Sie für Vorstellbar? Welche würden Sie sich wünschen? Wo denken Sie geht die Google Analytics Reise hin? Teilen Sie Ihre Meinung mit den anderen Lesern und schreiben einen Kommentar....

Dienstag, Juni 10, 2008

Goodbye Google - welcome Trakken

Zunächst einmal: Danke Google!

Fast 2,5 Jahre war ich bei Google in Deutschland, Österreich, Schweiz und Skandinavien verantwortlich für Google Analytics. Von Anfang an habe ich die Entwicklung von Google Analytics mitbekommen dürfen. Wer erinnert sich noch an die ersten Tage an denen man wochenlang auf einen Invitation Code warten musste um das Tool endlich nutzen zu können?

Seitdem hat sich extrem viel getan.

Ich habe die Chance gehabt zu sehen wie "mein Baby" wächst und gedeiht (es ist sehr groß geworden ;-) Zudem durfte ich auf unzähligen Konferenzen im In- und Ausland Vorträge halten, habe unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt und konnte den Google Spirit erfahren.

Eine wirklich tolle Erfahrung für mich war die Internationalität, die Kollegen und die vielen Kunden, denen ich mit Analytics unterstützt habe.

Aber man soll gehen wenn es am schönsten ist.

Daher habe ich Google verlassen um mich mit einem anderen ex-Google Kollegen (Lennart Paulsen) selbständig zu machen.

Selbstverständlich wird dieser Blog wie gehabt weiter geführt!

Ich werde wie bisher über Neuigkeiten, Tipps und Tricks rund um Google Analytics posten. Vielleicht wird das ein oder andere Thema etwas kritischer beäugt, vielleicht schreibe ich auch mehr über andere Tools.

Dieser Blog wird sicher keine Werbeveranstaltung werden, sondern unabhänig weitergführt werden.

Dennoch für die die es interessiert was ich jetzt mache: Wir haben das Unternehmen Trakken GmbH gegründet. Vornehmlich bieten wir folgende Dienstleistungen an:

  • Web Analyse/Web Controlling
    • Implementierung
    • Analyse, Interpretation der Daten (Web Analysten Outsourcing)
    • Schulungen, Workshops, Trainings
    • Ableitungen für Verbesserungen der Kampagnen und Website
    • etc.
  • Conversion Optimierung
    • Landing Pages
    • Multivariate Tests
    • A/B Tests

Ich freue mich weiterhin über viele Kommentare und inspirierende Kommunikation mit meinen Lesern. Vielleicht sehe ich ja einige Leser auf der SES in Hamburg? Ich würde mich freuen!

Freitag, Juni 06, 2008

Interview und SES in Hamburg

Am 23. und 24. Juni findet die SES erstmalig in Hamburg statt.

Ich werde selber auch vor Ort sein und freue mich interessante Vorträge zu hören, aber auch selber viele Gespräche zu führen. Vielleicht ja auch mit einigen Lesern dieses Blogs? Würde mich sehr freuen - sprechen Sie mich einfach an.

Ich werde dieses Mal keinen Vortrag halten. Pascal Fantou jedoch, unter anderem Betreiber des Blogs q48.de, referiert über "So machen Sie Besucher zu käufern". Vorab habe ich ihn um ein Interview gebeten welches nun folgt. Vielen Dank Pascal für die Beantwortung der Fragen.

timoaden.de: Pascal, stell Dich doch meinen Lesern bitte kurz vor. Wer bist Du, was machst Du und was hast Du mit Web Analyse zu tun?

Ich führe ein kleines Unternehmen, das sich im Auftrag von Kunden mit der Entwicklung und Optimierung von Business Modellen im Internet beschäftigt. Dazu gehören neben Analytics als Basis-Instrument auch die Optimierung von Usability, Workflows und Monetarisierung dazu. Zum Beispiel referiere ich auf der SES Hamburg zum Thema Landing Page Optimierung. Meine ersten Erfahrungen habe ich 1998 bei FOCUS Online gesammelt, wo wir aufgrund fehlender Produkte ein eigenes Web-Analytics entwickeln liessen. Das ist natürlich nicht mehr vergleichbar mit den heutigen Tools. Bei Scout24 habe ich um 2003 Omniture eingeführt und seit meiner Selbstständigkeit habe ich wieder mit den unterschiedlichsten technologischen und auch Management-Ansätzen zu tun, wie man das eigene Online Business nach vorne bringt. Deutschland ist interessanterweise in der Breite noch ziemlich hinterher, obwohl man denken könnte, dass Analytics ein klassisch deutsches Produkt ist. Aber die Aufholjagd hat spürbar begonnen. Die steigenden Umsätze und Erlöse finanzieren natürlich automatisch die Tools, die Optimierungen möglich machen.


timoaden.de: Seit wann nutzt Du Google Analytics und wie sind Deine bisherigen Erfahrungen damit?

Ich nutze Google Analytics, seit es auf dem Markt ist. Leider fehlt mir die Zeit, mich intensiv mit allen Analyse-Tools auseinanderzusetzen. Ich finde, dass Google Analytics seit dem letzten Interface Refresh einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, auch Nutzer zu gewinnen, die einen einfach Weg suchen, zu relevanten Zahlen zu kommen. Ein sehr interessantes Features sind zum Beispiel die Benchmarks. Meiner Erfahrung nach ist die Wahl des Tools allerdings zweitrangig. Analyse Tools bieten primär „Shit-In – Shit-Out“. Wenn also die falschen Daten ins Tool hineinkommen, kommen die falschen Entscheidungen heraus.


timoaden.de: Welche Hindernisse siehst Du bei der Nutzung eines Web Analyse Tools in Unternehmen? Wo liegen die größten Probleme? Und wie könnte man sie lösen?

Die meisten Nutzer möchten sich mit solchen Tools gar nicht auseinandersetzen. Das finde ich von der Bedienungs-Seite auch ok. Da haben die großen Tools inzwischen alle reagiert und bieten Push-Services an, die das Login und die Auseinandersetzung mit dem Frontend überflüssig machen. Die Schuld für die mangelde Lust haben meiner Meinung nach zwei Faktoren: Das eine ist, dass sich viele Marketer und Vertriebler lieber mit bunten bildern auseinadersetzen, die zweite, dass die Unternehmen (auch E-Commerce-Unternehmen) solche Tools noch nicht als zentrales Management-Informations-System entdeckt haben. Die, die das haben, orientieren ihre Entscheidungen und Prozess-Optimierungen an den Zahlen, und haben dadurch guten Chancen, den Wettlauf um den günstgsten Prozess zu gewinnen. Deswegen ist es so wichtig, dem Management klar zu machen, dass die Ergebnisse ihr gesamtes Online Business Model beeinflussen. Ich habe Unternehmen gesehen, die dachten, sie könnten den ersten Bugfix ihres Web-Analytics Projektes mit dem nächsten Release sechs Monate später releasen. Da fängt man dann besser erst gar nicht an. Auf der anderen Seite kenne ich Unternehmen, bei denen die gesamte Organisation ihr Reporting und ihre Zielerreichung auf Dashboards aufsetzt. Du darfst raten, welches Unternehmen schneller online wächst.


timoaden.de: Alle großen Suchmaschinen bieten mittlerweile ein kostenfreies Web Analyse Tool an. Google mit Google Analytics, Yahoo! mit Indextools und Microsoft mit Microsoft adCenter Analytics. Wie beurteilst Du diesen Trend?

Nun das Positive ist, dass Webmastern Tools zur Verfügung gestellt werden, um ihre Angebote und damit die User-Experience aller Nutzer zu verbessern. Das tut dem ganzen Internet gut, und allen, die es sowohl professionell wie privat einsetzen. Das Kritische ist natürlich, wie man der Ansammlung von Daten bei Anbietern gegenübersteht, die ein originäres Interesse an Profildaten haben. Zur Zeit beteuern alle Anbieter, mit diesen Daten verantwortlich umzugehen und ein nachweislicher Missbrauch wäre auf der anderen Seite ein Schaden, der die ganze Web-Industrie zutiefst treffen würde.


timoaden.de:Wie siehst Du die Entwicklung des Web Analyse Marktes in den nächsten fünf Jahren?

Meiner Beobachtung nach ist der Trend zu Web-Analytics in den führenden Unternehmen weltweit einem größeren Hunger nach mehr und tiefer integrierten Daten gewichen. Die großen gehen einen Schritt weiter und integrieren diese Daten in Ihre CRM und Backend Systeme wie Clarify und SAP. Dazu kommen Data Warehouses aus Applikationsdaten wie die berühmte Amazon Funktion „Kunden, die dieses Buch gekauft haben, haben auch folgende Bücher gekauft“ oder Landing Page Optimizern. Und dann wären da noch die Daten aus dem Customer Care (E-Mails) und Marktforschung (Surveys). Kurz gesagt: Mehr Datenquellen verknüpfen und das Ergebnis wieder direkt an die Applikation liefern. Denn eines ist doch komisch: Man beschäftigt sich extrem mit dem automatischen Befüllen der Analytics Reports, nur die automatischen Konsequenzen fehlen. Dazu kommt, dass die neuen Erkenntnisse immer filigranere Zielgruppen betreffen, die mit ihrer Optimierung einzeln immer weniger Hebel erzeugen. Das geht nur automatisiert.

Die technische Entwicklung ist aber auch hier nur eine Seite der Medaille. Die besten Tools nützen nichts, wenn sie falsch bedient werden. Leider gibt es in Deutschland nur wenige auf diesen Bereich spezialisierte Unternehmen. Der Gemischtwarenladen mit Web-Design und Werbeagentur macht ja jetzt auch Analytics und BPO (Business Process Optimization). Auch ist der Austausch über best Practices praktisch noch nicht vorhanden. Interessanterweise entwickeln sich hier aber auch innovative Bezahlungsmodelle aus dem Performance Marketing, die nur dann greifen, wenn wirklich ein Erfolg vorzuweisen ist. In fünf Jahren ist diese Leistung aber hoffentlich nicht mehr nötig, weil jeder Onliner seinen professionellen Anspruch eh mit Analytics fundiert und seine Entscheidungen mit Testsystemen untermauert. Wie genial einfach wird dann erst das Benutzen des Webs werden...

timoaden.de: Welche Verbesserungen würdest Du Dir bei Google Analytics wünschen?

Also was mich echt nervt, ist die Zeitverzögerung. Gerade, wenn ich ein neues Projekt aufsetze, oder Fehler behebe, will ich sofort sehen, was die Auswirkung einer Änderung sind. Für die regelmäßigen Tasks ist die Verzögerung schon ok, es sei denn, ich muss kurzfristig auf einen Fehler reagieren. Auch wünsche ich mir mehr Möglichkeiten, aus Applikationen direkt wieder auf diese Daten zuzugreifen, also Export und Import-Funktionen. Bei der Entwicklungspower kann man aber sicher sein, dass demnächst neue Standards gesetzt werden.

Vielen Dank für das Interview Pascal!

Freitag, Mai 16, 2008

Was ist der $ Index???

Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt was der $Index eigentlich besagt?

Sie finden den $Index in allen Reports innerhalb des Content Bereichs, und dort in der letzten Spalte (Click auf das Bild zum Vergrößern).


Warum heißt der $Index $Index und nicht €Index?

Dies hat einen einfachen Grund. Der $Index ist sozusagen nur als Label zu verstehen - völlig unabhängig von der in den Settings eingestellten Währung. Die Zahlen die dort einfließen entsprechen natürlich der eingestellten Währung, heißen aber trotzdem $Index.

Verwirrend - aber wenn man es einmal weiß, weiß man es.

Was sagt der $Index nun aus?

Der $Index gibt jeder einzelnen URL (oder auch individuell umbenannten URLs) einen monetären Wert. Je wichtiger also eine Seite innerhalb des Webauftritts für den Umsatz ist, bzw. je mehr User über diese Seite gehen und dann einen Umsatz generieren, desto "wertvoller" ist sie.



Sollten Sie also anfangen wollen Ihre Website zu optimieren, macht es Sinn, sich zunächst die Seiten herauszusuchen, die:

  • den höchsten $Index haben
UND (!)
  • die meisten Zugriffe haben.
Um dies zu veranschaulichen nehme ich (mal wieder) meinen Blog als Beispiel.

Auch wenn dies bei Blogs mitunter nicht ganz einfach ist (vielleicht helfen die Top10 Blogger Tipps ein wenig) habe ich ein Ziel definiert. Meines ist ein Click auf den Xing Link in der rechten Spalte.


Zugegeben: Das ist kein besonders spektakuläres Ziel, dient aber auch nur der Sache beispielsweise den $Index zu erklären.

Damit ein Wert in der $Index Spalte steht, wird natürlich Umsatz benötigt. Dies geschieht entweder über den "normalen" eCommerce oder über einen Zielwert (diesen kann ich in den Settings eingeben für Seiten die keinen wirklichen Umsatz haben). Ich habe einem Click auf den Xing Link einen monetären Wert von 5 Euro gegeben.

Der $Index berechnet sich folgendermaßen:

(eCommerce Umsatz + gesamter Zielwert) / eindeutige Seitenaufrufe

Ein paar Beispiele für Pfade von Usern ehe Sie dann konvertieren. Die Zielseite ist E:

Weg 1: A -> B -> C -> D -> E
Weg 2: C -> A -> D -> E
Weg 3: A -> B -> C -> D -> C -> B -> A -> E -> F
Weg 4: A -> B

Neben dem Zielwert von 5 Euro habe ich keinen weiteren eCommerce Umsatz.

Hier nun die einzelnen $Index Werte und die entsprechenden Berechnungen für die einzelnen Seiten:

Seite A: 15/4 -> $Index = 3,75
Seite B: 10/3 -> $Index = 3,33
Seite C: 15/3 -> $Index = 5
Seite D: 15/3 -> $Index = 5
Seite E: 15/3 -> $Index = 5
Seite F: 0/F -> $Index = 0

Wenn ich diese Seiten nun sortiere sehe ich, dass die Seiten C,D und E am wertvollsten sind. Ich würde mich also bei der Optimierung (bspw. Testen des Designs) zunächst um diese Seiten kümmern, da sie am wichtigsten für die Umsatzgenerierung sind.

Seite F hat offensichtlich keinen Wert - ist sie dann wirklich notwendig?

Ich hoffe ich konnte mit dieser Erklärung ein wenig zur Aufklärung des Mysteriums $Index Beitragen.

Haben Sie den $Index schon einmal benutzt? Welche Reports nutzen Sie am meisten? Ist der $Index überhaupt verständlich? Macht meine Erklärung Sinn??? Schreiben Sie Ihre Meinung in einem Kommentar....

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