.
Posts mit dem Label umsatz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label umsatz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, Juli 08, 2013

Reports Revisited II: E-Commerce

Web Analyse macht noch mehr Spaß, wenn Geld im Spiel ist!

Dies gilt nicht nur für E-Commerce Websites und deren Ziel möglichst viele Produkte zu verkaufen, sondern auch für sämtliche anderen Websites. Über die Definition von Zielwerten für nicht E-Commerce-Ziele habe ich bereits vor langer Zeit geblockt:


Um Mikro- oder nicht monetäre Ziele soll es heute aber garnicht gehen. Vielmehr liegt der Fokus heute tatsächlich auf E-Commerce Umsatz - auf richtigem Geld! 

Und heute soll es auch nicht um kleiner Websites gehen die eher lokal orientiert sind, sondern ums Big Business: International generierter Umsatz! 

Nicht nur multi-nationale Konzerne erzielen internationale Umsätze, auch viele reine E-Commerceler sind international aktiv. Und welche Herausforderung ergibt sich dabei? Das Handling unterschiedlicher Währungen in verschiedenen Ländern.

Wie war es bisher?

Bei der Benutzung von Google Analytics konnte innerhalb der Profileinstellungen eine Hauptwährung für das Profil ausgewählt werden. Als Beispiel nehmen wir den Euro. 

Nun haben wir als E-Commerce Shop ein Produkt in die Schweiz verkauft (Juhuu!). Wenn der E-Commerce Aufruf der Bestellbestätigungsseite nun den Wert der Schweizer Transaktion (beispielsweise 37,50 Schweizer Franken) an Google Analytics übergibt wird nur die eigentliche Zahl übergeben. In diesem Falle also 37,50. Da in den Profileinstellungen die Währung Euro ausgewählt war werden die 37,50 mit dem Währungssymbol Euro in den Reports dargestellt - und dort durchmischt mit den anderen Euro-Transaktionen. Die Schweizer Franken, oder CHF, tauchen nirgends auf.

Nicht schön!

Die einfachste Lösung bisher war unterschiedliche Profile bzw. unterschiedliche Properties je Land zu haben und jeweils die entsprechende Währungseinstellung vorzunehmen. 

Was aber, wenn ich ein Roll-Up Profil habe in dem ich sämtliche Daten sämtlicher Länder aggregiert darstellen möchte? 

Dies ist zwar möglich - aber ich werde garantiert Datenmüll bei den E-Commerce-Umsätzen haben, da alles Währungen vermischt, bzw. nicht entsprechend umgerechnet sind.

Die Lösung!

Mit einer kleinen Änderung innerhalb des Tracking Codes besteht die Möglichkeit die unterschiedlichen Währungen von Google automatisiert entsprechend der eingestellten Hauptwährung des Profils umrechnen zu lassen.

Dies geschieht in folgenden zwei Schritten:
  1. Ich muss meine Hauptwährung innerhalb der Profileinstellungen definieren, beispielsweise Euro (EUR). Hier stehen insgesamt 31 unterschiedliche Währungen zur Auswahl - ich denke das sollte für die meisten von Ihnen reichen...
  2. Vor dem E-Commerce Code und der dortigen Zeile trackTrans muss der folgende Zusatz eingebunden werden:
_gaq.push(['_set', ‘currencyCode’, ‘EUR’]);

In diesem Beispiel wird der Euro als Hauptwährung angegeben - d.h. sämtliche anderen Währungen werden basierend auf den täglichen Wechselkursen in Euro umgerechnet.

Die oben genannte Transaktion in der Schweiz in Schweizer Franken wird also entsprechend nicht als 37,50 CHF oder gar 37,50 EUR dargestellt (wie bisher), sondern als 30,52 EUR (Umrechnungskurs vom 30. Juni 2013).

Damit hat man endlich einheitliche vernünftige und vor allem miteinander vergleichbare Umsätze innerhalb eines Profils, unabhängig von unterschiedlichen Währungen. Und genau dies ist der Wunsch vieler Konzerne.

Doch hat das ganze auch Nachteile?

Leider ja. Denn: Währungen schwanken. 

Angenommen Der Wert einer Währung verringert sich  innerhalb kürzester Zeit um 10% zur im Profil eingestellten Hauptwährung. 

Dies hat zur Folge, dass der Umsatz sich verringert, womöglich aufgrund dieser Informationen Aktionen durchgeführt werden und all dies aber ausschließlich Währungsschwankungen zuzuordnen ist. 

Um dies zu vermeiden folgende drei Tipps:
  1. Bei starken Währungsschwankungen eine Annotation innerhalb des Roll Up Profils erstellen.
  2. Nach wie vor unterschiedliche Profile je (Währungs-)Land erstellen
  3. Benutzerdefinierte Berichte erstellen, in dem die lokale Währung dargestellt wird:

Haben Sie das "Problem" unterschiedlicher Währungen? Wie umgehen Sie es? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen und Themen in einem Kommentar!

Donnerstag, Januar 17, 2008

Keinen Umsatz und trotzdem eine Rendite? Das geht!

Nachdem ich im vorigen Post ausführlich auf Reports eingegangen bin die hilfreich sind, wenn man keine eCommerce Seite hat, gibt es noch eine weitere Möglichkeiten Google Analytics effektiv für nicht eCommerce Seiten zu nutzen.

Indem man einen Umsatz misst obwohl man keinen hat!


BestätigungsseiteAngenommen Sie haben das Ziel Leads/Anfragen zu generieren um dann nachgelagert Umsatz zu generieren indem bspw. per Telefon, Mail, Brief oder persönlich über den Verkauf einer Leistung oder eines Produktes verhandelt wird.

In diesem Fall wird also kein direkter Umsatz über die Website erzielt. Dennoch geben Sie aber Geld für Online Marketing Maßnahmen aus (bspw. Google AdWords). Ob sich diese Investitionen lohnen können Sie nicht mit Gewissheit sagen. Bisher sind ihre Statitiken der ROI (Return on investment = Rendite) Berechnung in Google Analytics dann immer leer geblieben, bzw. haben -100% angezeigt (Click zum Vergrößern):

Google Analytics-100% möchte man in seinen Reports nicht sehen! Daher gibt es Abhilfe.

Nehmen wir an Sie wissen aus Ihrer Erfahrung, das jeder zehnte generierte Lead (jede zehnte Anfrage) Ihnen einen durchschnittlichen (Offline-)Umsatz von 180 Euro bringt (durchschnittlicher Auftragswert pro Bestellung). Aus den anderen neun Leads/Anfragen wird nichts. Das heißt dann, dass ein Lead/eine Anfrage Ihnen einen berechneten Umsatz von 18 Euro bringt.

Dieses Wissen können Sie nun in Google Analytics einstellen. Hiermit haben Sie eine Rechengröße mit der dann die Kennziffern "Umsatz pro Klick" (Revenue per Click - RPC) oder eben "ROI" berechnet werden kann.

Dies entspricht dann natürlich nicht Ihren realen Umsätzen. Aber dennoch ist dieser Wert ein guter Indikator um den Erfolg Ihrer Website bzw. Ihrer Kampagnen deutlich besser analysieren und vor allem optimieren zu können.

Voraussetzung hierfür ist natürlich die Definition eines Ziels in Google Analytics (Click zum Vergrößern):

Google AnalyticsHier haben Sie dann die Möglichkeit einen Zielwert einzugeben der in etwa dem errechneten Wert eines Leads/einer Anfrage entspricht (Click zum Vergrößern):

Google Analytics
In Zukunft wird dieser Wert als Umsatzwert genommen, sobald eine Conversion für das von Ihnen definierte Ziel erzielt wurde. Hierdurch füllen sich dann die bisher aussagelosen Umsatzspalten in vielen Google Analytics Reports mit errechneten Zahlen.

So können Sie dann bspw. den ROI Ihrer AdWords Kampagnen/AdGroups/Keywords sehen. Verdienen Sie pro Keyword mehr Geld als Sie dafür ausgeben? (Für Tipps&Tricks rund um Google AdWords empfehle ich den Blog meines Kollegen Lennart Paulsen)

Achtung: Es sollte Ihnen stest bewusst sein, dass diese Werte lediglich fiktive Zahlen sind! Sie basieren nicht auf realen Umsätzen, sondern beruhen auf Annahmen. Es sollte also genau evaluiert werden, wenn nur anhand dieser Kennziffern Entscheidungen getroffen werden.
 
Google