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Sonntag, März 02, 2008

Ist meine Conversion Rate korrekt?

Jeder spricht über Conversion Rates. Bei Vorträgen, Konferenzen, Kundenmeetings. Immer stellen sich die Fragen:

Wie hoch ist meine Conversion Rate?
Wie ist meine Conversion Rate im Vergleich?
Wie kann ich meine Conversion Rate verbessern?

Wenn Sie wissen wie hoch Ihre Conversion Rate ist, haben Sie schon einen wichtigen Schritt getan. Wie hoch ist sie...2%? 2,5%? 3%? Oder deutlich höher?

Nehmen wir an Sie haben 1.000.000 Besuche jeden Monat und 23.000 Conversions (Käufe, Downloads, Registrierungen, etc. - haben Sie keine derartigen Ziele lesen Sie den Post über Erfolgsmessung bei nicht eCommerce Seiten).

Dies entspricht einer Conversion Rate von 2,3%.

Ist eine Conversion Rate von 2,3% nun gut? Wissen Sie wieviel Ihre Wettbewerber haben? Macht es Sinn, sich mit Wettbewerbern zu vergleichen? Warum ist die Conversion Rate nicht bei 23%?

Ich halte die Conversion Rate für eine recht subjektive Zahl die man sehr leicht "frisieren" kann. Ich könnte Ihnen sehr leicht dabei helfen Ihre Conversion Rate für Ihre Online Kampagnen quasi über nacht deutlich zu erhöhen. Die Betrachtung allein der Conversion Rate ohne hinzunahme anderer Parameter ist nur bedingt sinnvoll.

Aber zurück zu der Frage, ob die 2,3% Conversion Rate korrekt ist?

Das hieße, dass Sie 977.000 Besuche auf Ihrer Website hatten, die nicht konvertiert haben. Ein riesen Potential!!! Und was wäre, wenn man nur 1% dieses nicht genutzten Potentials konvertieren könnte? Dann hätte man 9.770 Conversion mehr - das würde die Conversions um fast 43% steigern!

Stimmt das alles?

Nein! Denn wenn Sie beispielsweise Ihre Bounce Rate betrachten sinkt dieses Potential. Nehmen wir an die Bounce Rate beträgt 30%.

Die Bounce Rate sind "one PageView Visits" - also Besuche, die von extern auf Ihren Webauftritt gekommen sind, aber direkt nachdem sie die erste Seite gesehen haben, wieder abgesprungen sind.

Hierfür kann es eine Reihe von Gründen geben, auf die ich besser nochmal seperat eingehe. Dennoch sind diese User vorerst verloren und haben für diesen Besuch absolut kein Potential mehr um zu konvertieren.

Sie haben also immer noch 1.000.000 Besuche, aber eine Bounce Rate von 30%. D.h. es bleiben Ihnen nur noch 700.000 Besuche die konvertieren könnten. Nun haben Sie aber ja immer noch Ihre 23.000 Conversions. Ihre Conversion Rate steigt somit also auf 3,3% !!!

Eine Steigerung der Conversion Rate von 2,3% auf 3,3% - ohne etwas zu tun.

Das heißt dann auch, dass Sie eine wesentlich kleinere Zahl an Usern haben, die auf Ihrer Seite sind aber nicht konvertieren.

1.000.000 - 30% = 700.000
700.000 - 23.000 Conversions = 677.000 Besucher mit Potential

Ist dies nun die korrekte Zahl?

Verbringen Sie und alle Ihre Mitarbeiter und Kollegen viel Zeit auf dem eigenen Webauftritt? Verhalten die sich genau so wie die User "draußen"? Konvertieren Sie auch genauso wie es andere tun?

Wahrscheinlich nicht. Filtern Sie also Ihre eigenen User heraus (Infos wie man eigenen Traffic ausschließt).

Nehmen wir an, der eigene Traffic macht 10% der Besuche aus, führt aber zu keiner Conversion. Es ergibt sich also folgendes Bild:

1.000.000 Besuche - 30% Bounce Rate = 700.000 Besuche mit Potential
700.000 Besuche - 10% Eigene Besuche = 630.000 Besuche mit Potential
630.000 Besuche - 23.000 Conversions = 607.000 Besuche mit Potential

Übrigens - die Conversion Rate beträgt nun bereits 3,7% (statt ursprünglich 3,3% bzw. 2,3%).

Sie sehen, die Frage nach der Conversion Rate (und ob sie gut oder schlecht ist) ist recht subjektiv.

Sie werden niemals die Conversion Rate eines realen Supermarktes haben. 99% der Leute die in einen Supermarkt gehen kaufen auch etwas! Das werden Sie vermutlich nicht erreichen. Nicht jeder Ihrer User möchte etwas kaufen, sich registrieren oder sonstiges tun. Unterteilen Sie Ihre User bspw. nach möglichen "Käufern" und "Guckern". Einige wollen sich lediglich nur umsehen um haben überhaupt nicht die Absicht zu konvertieren - zumindest nicht sofort. Oder Sie wollen sich beschweren oder sich die Supportseiten ansehen. Scheinbar weit entfernt von einer Conversion!

Stellen Sie sich vor Sie ziehen die ganzen "Gucker" auch noch von den Besuchen mit Potential ab. Nehmen wir an 70% der Besuche sind nur zur Recherche bei Ihnen ohne jeglichen Kaufwillen.

1.000.000 Besuche - 30% Bounce Rate = 700.000 Besuche mit Potential
700.000 Besuche - 10% Eigene Besuche = 630.000 Besuche mit Potential
630.000 Besuche - 70% nicht Potential = 189.000 Besuche mit Potential

Da Sie immer noch Ihre 23.000 Conversions haben entspricht dies nun einer Conversion Rate von 12,2%.

Respekt! Erzählen Sie das Ihrem Chef...

Natürlich sind dies alles Annahmen und entsprechen nicht unbedingt der Realität. Dennoch gibt es einen kleinen Einblick, dass die Conversion Rate auch immer Interpretationssache ist. Und, dass die Conversion Rate nicht als einziges Kriterium für den Erfolg einer Website oder einer Kampagnen genutzt werden sollte.

Was sollten Sie also tun?

1) Stellen Sie sicher, dass Sie Conversions messen.
2) Versuchen Sie Ihre Conversion Rate bzw. Ihren Traffic zu bereinigen.
3) Finden Sie heraus was Ihre User eigentlich auf Ihren Seiten machen bzw. wollen.
4) Kommunizieren Sie diese Erkenntnisse intern um das Verständnis zu erhöhen.

Was meinen Sie? Gibt es noch andere Dinge, die Sie hinzufügen würden? Wie messen Sie Ihre Conversion Rate? Haben Sie weitere Ideen/Vorschläge? Schreiben Sie dies als Kommentar...

Samstag, Februar 23, 2008

Search Marketing musikalisch zusammengefasst

Zur Abwechslung und Aufheiterung heute zwei Videos.

Zunächst eine tolle Zusammenfassung wie Search Marketing funktioniert:



Hier ein kleiner Textausschnitt zum Rap:

“Very vague phrases should get denied,
Long-tail key-phrases are more qualified
Check the CPC, that’s the cost-per-click,
Make a judgement call: is it worth that hit?
If it is then keep it, if it’s not then delete it.
Stay within your budget, that’s not a big secret
Check your results, reporting is critical,
And set your goals right, be Google Analytical”

(Vielen Dank an meinen Kollegen Alan für den Hinweis)

Des weiteren noch der neue Star am Pophimmel...Teyana Taylor mit Ihrem Hit "Google Me!!!"







Messdaten miteinander vergleichen

Es gibt die Funktion nun schon ein paar Wochen. Dennoch finde ich sie so wichtig, dass ich einen Post darüber schreibe.

Sie kennen sicher die Darstellung der Trendlinie der per Default immer den Besuchertrand darstellt (Click zum Vergrößern):


Dort gab es bisher immer die Möglichkeit sich verschiedene Trends anzeigen zu lassen:

  • Besuche
  • Seitenzugriffe (=PageViews)
  • Seiten/Besuch
  • Durchschnittliche Besuchszeit pro Besuch
  • Absprungrate (=Bounce Rate)
  • % neue Besuche
Innerhalb der Conversion und Ecommerce Reports gibt es noch weitere Trends.

Viel interessanter als sich nur einen Trend für einen Parameter anzusehen ist verschiedene Parameter innerhalb einer Grafik zu vergleichen.

Ein Trend alleine sagt noch nicht viel aus.

Wenn bspw. die Anzahl der Visits regelmäßig steigt kann das sehr gut sein. Heißt das denn auch, dass die Qualität der User steigt? Wie verhält sich also die Conversion im Vergleich zu den steigenden Besucherzahlen? Steigt evtl. die Absprungrate wenn die Besuche mehr werden? Usw.
In Google Analytics gibt es die Möglichkeit zwei Grafiken miteinander zu vergleichen (Click zum Vergrößern):


So ist einfach ablesbar ob der eine positive Trend vielleicht einen anderen negativen Trend verursacht.

Zusätzlich zu der genannten Vergleichsmöglichkeit kann man innerhalb der Reports Trends für einen ausgewählten Report mit dem Trend der Gesamtwebsite vergleichen.

Wenn ich mir also die verweisenden Websites ansehe im Vergleich zu den Besuchen der Gesamtwebsite. Läuft die Kurve parallel? Oder gibt es stärkere Abweichungen? Was könnten die Gründe für Abweichungen sein? (Click zum Vergrößern)


Sie werden schnell erkennen, dass sich aus den Trends einiges herauslesen lässt. Insbesondere die Vergleichsfunktionen steigern die Wertigkeit dieser Grafiken.

Passend zum Thema eine alte Börsenweisheit: The trend is your friend!

Freitag, Februar 08, 2008

Top 10 Erfolgsfaktoren für Blogs

In den vergangenen Wochen habe ich einiges geschrieben über das Messen von Erfolg bei nicht eCommerce Seiten und wie man eine Rendite auch ohne reale Umsätze berechnen kann.

Die genannten Posts enthalten bereits Informationen zum Tracken des Erfolgs von Blogs. Doch es gibt noch mehr!

Da ich annehme, dass viele der Leser eigene Blogs betreiben (von einigen weiß ich es sogar sehr genau) hilft es vielleicht, wenn ich ein paar Tipps gebe, welche Indikatoren es noch gibt zur Erfolgskontrolle.

Ein Blog kann viel Arbeit machen und dafür möchte man auch belohnt werden - oder zumindest sehen, dass sich die viele Arbeit lohnt und Anerkennung findet.

Hier meine Liste der Blog-Erfolgsfaktoren :
(diese Liste ist nicht nach Wichtigkeit sortiert - diese sollte jeder für sich selbst definieren)

1) Visits

Auch wenn Visits nicht für alle Websites der einzige Erfolgsindikator sein sollte, so kann er für Blogs doch aufschlussreich sein. Visits sind zudem insbesondere für Blogs deutlich aussagekräftiger als PageViews, da in den meisten Fällen ein Blogbesuch nur aus einem PageView besteht.

Wichtig ist den Visit-Trend zu analysieren. Welche Muster zeichnen sich ab? Gehen die Visits nach dem Post nach oben? Bleiben sie oben? Geht das Gesamtniveau nach oben? Hat es einen Einfluss wann ich poste? (Dazu habe ich festgestellt, dass es bei mir egal zu sein schein, ob ich tagsüber, abends oder am Wochenende poste). Wenn der Trend stimmt und die Visit Zahlen stetig steigen macht das Posten doch gleich noch mehr Spaß.

2) Backlinks

Externe Links helfen dabei in Suchmaschinen besser gefunden zu werden. Daher freue ich mich über (fast) jeden Backlink. Mehr Backlinks zeugen also von einer gewissen Qualität - sonst würden die externen Seiten ja auch nicht auf mich verlinken.

Es gibt im Netz diverse Backlinkchecker. Hier einfach die URL eingeben und schnell sieht man, wieviele Links auf die eigene Seite führen.

Bei mir sind es bspw. 31.916 (für mich ein Grund ein bisschen stolz zu sein). Wenn Sie jetzt die Anzahl der Backlinks regelmäßig checken (wöchentlich, monatlich, quartalsweise - je nachdem wie oft Sie posten) ergibt sich daraus irgendwann ein Trend aus dem ersichtlich wird, wie Ihr Blog "draußen" ankommt.

3) Alexa oder Technorati
Unter www.alexa.com gibt es die Möglichkeit den Trend seines Blogs zu verfolgen.

Dazu vergibt Alexa einen Rank. Damit der Rank auch grafisch angezeigt wird muss man unter den Top 100.000 sein. Aber auch wenn man drüber ist erfährt man seinen Rank. Wenn man diesen dann wieder, so wie bei den Backlinks, in einer Tabelle im Zeitverlauf mitschreibt, ergibt sich ein Trend. Und - geht er nach oben?

Ich habe diesen Rank als Widget auf meinem Blog eingebaut.

Ein ähnliches Ranking gibt es auch von Technorati. Auf deren Seite nach der eigenen Blog URL suchen und es erscheint auf der rechten Seite der eigene Rank:

Hier kann man sich als Ansporn eigene Ziele setzen. Ich habe mir beispielweise vorgenommen bis zum Jahresende einen Technorati Rank von deutlich unter 100.000 zu haben.

4) RSS Feeds

Insbesondere Blogs werden nicht immer jeden Tag besucht, und vor allem auch nicht jeden Tag upgedated. Wenn ich täglich auf Spiegel Online gehe weiß ich, dass dort etwas neues steht.

Blogs werden meist in unterschiedlichen und vor allem unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Durch RSS Feeds wird man auf dem Laufenden gehalten wann ein neuer Post erschienen ist. Ich habe die RSS Feeds der für mich wichtigsten Blogs bspw. auf meiner iGoogle Startseite integriert.

Ein (kostenloser) Anbieter für die RSS Dienstleistung ist bspw. Feedburner. Ist man hier angemeldet erhält man unter anderem diverse interessante Statistiken - und natürlich wieder ein Trend. So kann er dann aussehen:


6) User Engagement

Ein Indiz für den Erfolg eines Blogs ist die Interaktion mit den Usern, bzw. die User zu aktivieren Kommentare zu hinterlassen.

Mein persönliches Ziel ist es pro Blogpost mindestens zwei Kommentare von Lesern zu bekommen (ich bin ja bescheiden).

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass dies bei nicht bei jedem Post funktioniert. Zudem habe ich den Eindruck, dass Leser englischsprachiger Blogs deutlich eher dazu neigen Kommentare abzugeben. Dies führe ich auch auf kulturelle Unterschiede zurück, da bspw. auf englischsprachigen Konferenzen deutlich mehr gefragt wird, als nach oder während Vorträgen im deutschsprachigen Raum.

Daher, mit zwei oder mehr Kommentaren bin ich zufrieden - fühlen Sie sich aber ruhig ermutigt zu kommentieren (positiv wie negativ oder gern auch mit eigenen Gedanken/Vorschlägen).

7) Social Bookmarks

Ähnlich wie bei Punkt 2) Backlinks ist die Menge der gesetzten Bookmarks bei den diversen Social Bookmarks Diensten ein Indikator für den Erfolg eines Blogs.

Der Leser muss (wenn auch geringen) Aufwand betreiben Ihren Blog dort als Bookmark zu platzieren. D.h. Ihr Blog ist dem Leser etwas wert. Je mehr Bookmarks also desto besser. Schauen Sie einfach in die gängigen Social Bookmark Listen und suchen Sie Ihren eigenen Blog. Ist er dort gelistet? Wieviele User haben ihn dort gekennzeichnet?

Wie üblich können auch hier die Einträge festgehalten und ein Trend erstellt werden.

8) Wieviel ist der Blog wert?

Eine kleine Spielerei - aber dennoch nicht unsinnvoll.

Von Technorati unterstützt gibt es nettes Widget welches einen die monetäre Wertigkeit des eigenen Blogs darstellt. Grundlage hierfür sind auch wieder externe Links auf den eigenen Blog.

Ich war schon überrascht, als ich dieses Widget vor einiger Zeit eingebaut habe. Auch wenn dies nur ein fiktiver Wert ist - dennoch zeigt er anschaulich den Erfolg. Und motiviert zum weitermachen.

Vielleicht bietet mir ja wirklich mal jemand den dort aufgeführten Preis...


9) Suchmaschienenzugriffe - organischer Traffic

In Google Analytics können Sie sehr einfach sehen wie sich die Zugriffe über die organische Suche - also der nicht bezahlten Suchergebnisse - verändern. Dies nicht nur für Besucher die Google nutzen, sondern für alle gängigen Suchmaschinen (es können auch weitere Suchmaschinen hinzugefügt werden).

Ein gutes Ranking in den Suchmaschinen ist natürlich ein wichtiger Erfolgsindikator und ein Zeichen für guten Inhalt und somit Relevanz für die entsprechenden Suchbegriffe. Ein Trendüberblick über die aggregierten Daten hilft bereits um einen Eindruck zu gewinnen ob der Trend in die richtige Richtung geht:


10) Umfragen

Seit vier Monaten erstelle ich monatlich eine neue Umfrage und platziere sie prominent rechts oben. Zum einen kann ich hier die Interessen der Leser besser kennenlernen. Zum anderen kann ich anhand der Anzahl der Umfragenteilnehmer einen Trend ableiten.

Hinweis: Dies ist eher ein schwacher Indikator, da die Teilnahme an der Umfrage nicht nur an der Menge der Leser meines Blogs abhängt, sondern auch von den in der Umfrage formulierten Fragen. Bei interessanten Fragen ist die Teilnahme wahrscheinlich höher als bei unspannenden Fragen.

Haben Sie weitere Erfolgsfaktoren für Blogs? Ideen? Anregungen? Ich freue mich über weitere Vorschläge oder eigene Lösungen im Kommentar!

Montag, Februar 04, 2008

Neue 'Web Analytics Inside' Umfrage gestartet

Auf der rechten Seite dieses Blogs habe ich eine neue Umfrage gestartet:

Welche Analytics Features nutzen Sie / haben Sie eingerichtet?

Ich möchte diese Umfragen monatlich durchführen. Für mich sind die Ergebnisse interessant, da ich dann die Blogposts besser auf die Leser abstimmen kann.

Zudem stelle ich natürlich alle Ergebnisse der vergangenen Umfragen zur Verfügung - bisher gab es drei die am rechten Rand dieses Blogs stehen.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Google Analytics Webinar

Da immer mehr Kunden und Google Analytics Nutzer nach Seminare gefragt haben hat Google reagiert und eine Google AdWords Webinar Reihe gestartet. Neben den üblichen AdWords Themen gibt es auch einige Termine die Google Analytics behandeln.

Das erste Webinar zum Thema Google Analytics findet statt am:

07.02.2008 um 16:00 Uhr

mit dem Thema Einführung in Google Analytics

Das zweite Analytics Webinar findet statt am:

28.02.2008 um 16 Uhr

mit dem Thema Google Analytics - Ziele und Filter

Und das letzte Webinar dieser Reihe:

13.03.2008 um 16 Uhr

Unter folgendem Link geht es zur Anmeldung für diese kostenlosen Seminare. Benötigt wird lediglich ein Computer mit Lautsprechern (Kopfhörer) und Internetverbindung.

Donnerstag, Januar 17, 2008

Keinen Umsatz und trotzdem eine Rendite? Das geht!

Nachdem ich im vorigen Post ausführlich auf Reports eingegangen bin die hilfreich sind, wenn man keine eCommerce Seite hat, gibt es noch eine weitere Möglichkeiten Google Analytics effektiv für nicht eCommerce Seiten zu nutzen.

Indem man einen Umsatz misst obwohl man keinen hat!


BestätigungsseiteAngenommen Sie haben das Ziel Leads/Anfragen zu generieren um dann nachgelagert Umsatz zu generieren indem bspw. per Telefon, Mail, Brief oder persönlich über den Verkauf einer Leistung oder eines Produktes verhandelt wird.

In diesem Fall wird also kein direkter Umsatz über die Website erzielt. Dennoch geben Sie aber Geld für Online Marketing Maßnahmen aus (bspw. Google AdWords). Ob sich diese Investitionen lohnen können Sie nicht mit Gewissheit sagen. Bisher sind ihre Statitiken der ROI (Return on investment = Rendite) Berechnung in Google Analytics dann immer leer geblieben, bzw. haben -100% angezeigt (Click zum Vergrößern):

Google Analytics-100% möchte man in seinen Reports nicht sehen! Daher gibt es Abhilfe.

Nehmen wir an Sie wissen aus Ihrer Erfahrung, das jeder zehnte generierte Lead (jede zehnte Anfrage) Ihnen einen durchschnittlichen (Offline-)Umsatz von 180 Euro bringt (durchschnittlicher Auftragswert pro Bestellung). Aus den anderen neun Leads/Anfragen wird nichts. Das heißt dann, dass ein Lead/eine Anfrage Ihnen einen berechneten Umsatz von 18 Euro bringt.

Dieses Wissen können Sie nun in Google Analytics einstellen. Hiermit haben Sie eine Rechengröße mit der dann die Kennziffern "Umsatz pro Klick" (Revenue per Click - RPC) oder eben "ROI" berechnet werden kann.

Dies entspricht dann natürlich nicht Ihren realen Umsätzen. Aber dennoch ist dieser Wert ein guter Indikator um den Erfolg Ihrer Website bzw. Ihrer Kampagnen deutlich besser analysieren und vor allem optimieren zu können.

Voraussetzung hierfür ist natürlich die Definition eines Ziels in Google Analytics (Click zum Vergrößern):

Google AnalyticsHier haben Sie dann die Möglichkeit einen Zielwert einzugeben der in etwa dem errechneten Wert eines Leads/einer Anfrage entspricht (Click zum Vergrößern):

Google Analytics
In Zukunft wird dieser Wert als Umsatzwert genommen, sobald eine Conversion für das von Ihnen definierte Ziel erzielt wurde. Hierdurch füllen sich dann die bisher aussagelosen Umsatzspalten in vielen Google Analytics Reports mit errechneten Zahlen.

So können Sie dann bspw. den ROI Ihrer AdWords Kampagnen/AdGroups/Keywords sehen. Verdienen Sie pro Keyword mehr Geld als Sie dafür ausgeben? (Für Tipps&Tricks rund um Google AdWords empfehle ich den Blog meines Kollegen Lennart Paulsen)

Achtung: Es sollte Ihnen stest bewusst sein, dass diese Werte lediglich fiktive Zahlen sind! Sie basieren nicht auf realen Umsätzen, sondern beruhen auf Annahmen. Es sollte also genau evaluiert werden, wenn nur anhand dieser Kennziffern Entscheidungen getroffen werden.
 
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