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Montag, April 14, 2008

Schnellere Report-Updates in Google Analytics

Viele Kunden und Google Analytics Nutzern war die Update-Zeit der Google Analytics Reports zu langsam.

Bisher wurden die Daten die über den Google Analytics Tracking Code generiert wurden ca. alle 3-4 Stunden aktualisiert (bspw. Besuche, Page Impressions, etc.).

Die Aktualisierung geschieht nun schneller!

Ab sofort sollten die Daten deutlich schneller die entsprechenden Reports einfließen. Die Update-Zeit beträgt nun weniger als eine Stunde.

Dies ist zwar immer noch nicht "Real-Time", ermöglicht aber dennoch eine deutlich schneller Auswertung der Daten und entspricht damit dem Wunsch vieler Kunden.

Mittwoch, April 09, 2008

Yahoo! kauft Indextools

Wie Yahoo! und der Web Analyse Tool Anbieter Indextools heute mitgeteilt haben übernimmt Yahoo! Indextools.

Indextools ist ein Web Analyse Tool Anbieter, welcher seinen Firmensitz in Budapest (Ungarn) hat. Dennis Mortensen (COO von Indextools) hat in seinem Blog bereits die über die Übernahme berichtet.

Der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt - der Deal soll bereits im Juni abgeschlossen sein.

Nun stellt sich die Frage, wie es mit Indextools weitergeht, und was genau Yahoo! mit Indextools vor hat.

Wird Indextools nun kostenlos wie Google Analytics?

Die drei großen Suchmaschinen Google, Microsoft und Yahoo! haben nun jeweils ein Web Analyse Tool. Nachdem Google Analytics bereits seit 2,5 Jahren im Markt ist, Microsoft mit AdCenter Analytics vor kurzem nachgezogen hat steigt nun auch Yahoo! in den Web Analyse Markt ein.

Es belibt abzuwarten wie es weitergeht - auf jeden Fall ein deutliches Signal für die Wichtigkeit eines Web Analyse Tools und offensichtlich ein Indiz, dass Google mit der Übernahme von Urchin vor drei Jahren und dem Launch von Google Analytics einiges richtig gemacht hat.

Sonntag, April 06, 2008

Neue Trendgrafik bei Google Analytics

Wie bereits in diversen Posts erwähnt ist die Analyse von Trends bei der Web Analyse sehr wichtig.

Google Analytics stellt daher im oberen Bereich der meisten Reports einen Trendgrafen dar. Hierdurch kann man auf einen Blick sehen, in welche Richtung die Zahlen tendieren.

Kann man das wirklich?

Wenn man sich bisher einen längeren Zeitraum angesehen hat, war die Aussagekraft des Grafen ziemlich schlecht wie folgendes Beispiel für den Zeitraum eines Jahres belegt (Click zum Vergrößern):


Absolut unübersichtlich - und vor allem keinerlei Aussagekraft.

Daher gibt es nun (endlich) alternative Darstellungsformen. Denn ab sofort kann der Trendgraf entweder nach Tagen, Wochen oder Monaten angezeigt werden.

Die Tagesanzeige entspricht der obigen und macht Sinn bei kürzeren Zeiträumen - bspw. die Betrachtung nur sehr weniger Tage/Wochen.

Die Wochenanzeige empfiehlt sich für die Ansicht einiger Monate, und die Monatsanzeige für die Trendanalyse mehrerer Monate.

Hier ein Beispiel für den exakt gleichen Zeitraum wie oben, nur dieses mal aufgeteilt nach Wochen (Click zum Vergrößern):


Hier kann nun deutlich besser ein Trend abgelesen werden. Die Richtung stimmt. Die Frage ist jetzt:"Was ist für die Peaks verantwortlich? Und wie kommt es zu den Einbrüchen?"

Für die Analyse sehr lange Zeiträume (mehr als ein Jahr) ist auch die Wochendarstellung evtl. nicht ganz ausreichend um den allgemeinen Trend darzustellen.

Daher gibt es noch die Möglichkeit der Monatsdarstellung. Die Darstellung eines Jahre sind dann folgendermaßen aus (Click zum Vergrößern):


Hier ist es nun endgültig gut erkennbar: Der Trend geht dahin wo er auch hin soll - eine Vervierfachung der monatlichen Besuche innerhalb eines Jahres.

Vielen Dank an alle Besucher! Nun ist das Ziel die Besucherzahl bis Ende des Jahres erneut zu verdoppeln...

Donnerstag, April 03, 2008

Karten Overlay bei Google Analytics

Für Websitebetreiber ist die Herkunft der User interessant. Sie können hierdurch erfahren aus welchen Ländern oder Städten Ihre User eigentlich kommen.

Drei Tipps wie Sie die Karten Overlay Funktion nutzen können:

  • Geschäftspotentiale

Hierdurch können beispielsweise neue Geschäfspotentiale erkannt werden.

Stellen Sie sich vor Sie betreiben einen Shop und liefern Ihre Waren ausschließlich in Deutschland aus. Wenn sie nun durch den Karten Overlay Report erkennen, dass ein relevanter Anteil der Besucher aus Frankreich kommt deutet dies auf ein gewisses Interesse französischer Nutzer hin.

Es könnte sich also für Sie lohnen Ihre Produkte auch dort anzubieten und dadurch mehr Umsatz zu generieren.

Aus welchen Städten kommen die erfolgreichsten Besucher? Geben Ihre Kunden in Hamburg mehr Geld bei Ihnen aus als in Berlin? Welche Gegenden sind für Sie am erfolgreichsten?

  • AdWords Anpassung

Diese Informationen können Sie nutzen, um auch Ihre AdWords Kampagnen zu optimieren. Es könnte sich evtl. lohnen in bestimmten Ländern oder Städten die Budgets entsprechend des Erfolgs anzupassen.

  • Offline Kampagnen Tracking

Schalten Sie regionale Kampagnen? Vielleicht werben Sie offline regional im Radio?

Angenommen Sie schalten für einen gewissen Zeitraum Radio Spots bei dem regionalen Lokalsender Radio Hamburg in dem Sie Ihre URL deutlich kommunizieren.

Über den Karten Overlay Report können Sie analysieren, inwiefern sich dies auf die Besuchszahlen aus Hamburg auswirkt.

Gehen die Besuche nach oben? Hat es überhaupt einen Effekt? Gibt es viele neue Besuche? Sind diese erfolgreich für Ihre Ziele?

Wie funktioniert der Karten Overlay Report?

Die Herkunft der Besucher wird anhand der IP Adressen ermittelt. Die IP Adressen werden automatisch bei jedem Besuch eines Users auf Ihrer Seite übermittel.

Google Analytics wertet diese ausschließlich (!) für die Erstellung des Karten Overlay Reports aus. Anschließend werden diese bei Google gelöscht bzw. anonymisiert.

Bei der Analyse des Karten Overlay Reports gibt es jedoch einiges zu bedenken.

6 Gründe die die Herkunft der User beeinflussen

  • IP Adressen

Die IP Adressen stellen lediglich eine Verbindungsnummer eines Computers mit dem Internet dar. Es handelt sich also nicht um Personen, sondern lediglich um einen Computer, ohne Rückschlüsse auf den vor dem Computer sitzenden.

(Dies wird mitunter anders gesehen und stellt hier nur meine persönliche Meinung dar (siehe auch den Disclaimer unten auf dieser Seite)).

Es kann also nicht analysiert werden, ob es wirklich die gleiche Person ist, die vor dem Rechner sitzt - unterschiedliche Personen verhalten sich im Netz anders, werden für Analytics dennoch als identische User dargestellt.

  • Dynamische IP Adressen

Je nach Verbindungsart mit dem Internet werden öfter dynamische IP Adressen vergeben. Bei jeder Einwahl ins Internet wird eine andere IP Adresse vergeben.

Hierdurch ist ein einzelner Computer natürlich nicht identifizierbar.

In diesem Fall kann der User für Analytics sogar aus verschiedenen Städten kommen, obwohl er vor dem gleichen Rechner sitzt!

Wie kann das sein?

  • Einwahlknoten

Bei der Einwahl ins Internet wählt man sich über einen Einwahlknoten ein. Diese sind quer durch Deutschland verteilt.

Wenn ich also als User in München sitze ist die Chance recht groß, dass ich über einen Einwahlknotenpunkt in München ins Internet gelange. Aufgrund der IP Adresse kann ich dann als "Münchner User" erkannt werden.

Ein andere User sitzt nun in Lüneburg in der Nähe von Hamburg.

Im Normalfall wählt er sich über einen Lüneburger Einwahlknotenpunkt ein und wird entsprechend der Stadt Lüneburg zugeordnet.

Zu genau dem Zeitpunkt ist aber gerade halb-Lüneburg im Netz und der Einwahlknotenpunkt komplett ausgelastet.

Der User der sich nun einwählt kann nicht mehr über den Lüneburger Einwahlknoten auf das Netz zugreifen. Automatisch wird er dann umgeleitet zu einem anderen Einwahlknoten - z.B. Hamburg.

In diesem Fall wird der User als Hamburger User dargestellt - obwohl er in Lüneburg sitzt.

  • Glasfaserkabel und DSL

Wenn ich mir die Deutschlandkarte meines Blogs in Analytics ansehen frage ich mich, ob ich den wirklich nur so wenige Besucher aus den östlichen Bundesländern habe.

Natürlich wohnen dort fast genauso viele Menschen wie im geballten Nordrhein-Westfalen. Dennoch gibt es einige ziemlich leere Flächen im Osten (siehe Grafik - Click zum Vergrößern)

Wie kann das sein?

Nach der Wiedervereinigung Deutschland - also vor der allgemeinen Verbreitung des Internets - wurde fast der gesamte Osten mit damals ultra-modernen Glasfasertelefonkabeln ausgestattet. Diese waren zu der Zeit das Neueste was es für Telefongespräche (und Faxgeräte) gab.

Mitte/Ende der Neunziger war der Osten Deutschlands von den Telefonleitungen deutlich moderner ausgerüstet als der Westen.

Nun kam aber die Verbreitung des Internets und vor allem DSL. Mit dem Erfolg der DSL Technik konnte damals noch keiner Rechnen.

Das Problem war nun, dass die brandneuen Glasfaserleitungen für DSL nicht so gut geeignet waren, sondern die alten Leitungen, wie sie im Westen Deutschland lagen, viel besser waren.

Daher ist die Verbreitung von DSL im Westen deutlich höher als im Osten.

Dies hat nun folgende Auswirkung. Im Westen (mit DSL) wird versucht bei der Einwahl ins Internet die kürzeste Verbindung zum nächsten Einwahlknoten zu nehmen.

Daher stimmt die Zuordnung der Herkunft im Westen recht gut überein.

Im Osten Deutschlands finden viele Verbindungen über die schnellen Glasfaserkabel statt. Hier ist es nicht so wichtig, dass die Einwahl beim nächstgelegenen Einwahlkoten stattfindet.

Der User kann durchaus zu einer weiter entfernten Stadt geleitet werden. Daher bekommt er dann auch eine IP Adresse der weiter entfernten Stadt zugewiesen.

Daher kann es besonders in den ländlichen Gebieten des Ostens vorkommen, dass die Zugriffe nicht entsprechend der wirklichen Position des User zugeordnet werden.

Dies kann dort dann zu einem etwas ungenauerem Bild bei dem Karten Overlay Report führen.

  • AOL et al.

Ein weiteres Beispiel, welches die Ungenauigkeit des Karten Overlay Reports darstellt.

Auch wenn sich AOL aus dem Internetzugangsgeschäft zurückgezogen hat verwende ich es als Beispiel, da wir alle sicher noch die vielen Zugangs CDs von AOL kennen, die es vor einiger Zeit zu Hauf gab.

Wenn ein User sich also über AOL einwählt, wurde er über einen ganz bestimmten Einwahlknotenpunkt von AOL geleitet - unabhängig davon, wo er nun gerade saß.

Dies führte dazu, dass alle AOL Kunden über einen (oder einige wenige) Knotenpunkte im Internet surften, und diese also alle einer Stadt (oder einigen wenigen Städten) zugeordnet wurden.

Dies kann also ebenfalls das Bild der realen Herkunft des User verzerren.

  • nicht identifizierbar
Es werden in Google Analytics verschiedene Verbindungsgeschwindigkeiten der User dargestellt.

Aufgrund der genannten Komplexität (siehe auch weiter unten) kann es ab und zu vorkommen, dass die Verbindungsgeschwindigkeit und damit dann auch die Herkunft der User einfach nicht indentifiziert werden kann. Dies ist nicht weiter erklärbar, sonder lediglich als Fakt hinzunehmen.

Diese ganzen Gründe könnten nun dazu führen, dass Sie meinen der Karten Overlay Report wäre komplett nuztlos.

Dies ist nicht der Fall!!

Wie so oft bei der Web Analyse geht es um Trends, statt um absolute Zahlen.

Wie schon öfter erwähnt ist das Netz sehr komplex. Auch Websites können sehr komplex sein. Dies kann zwangsläufig nur dazu führen, dass es keine 100% korrekten Zahlen in der Web Analyse geben kann.

Einige können plausibel erklärt werden - so wie in diesem Post.

Andere sind fast unerklärlich. Mit gewissen unschärfen muss man leben. Der Umgang mit Trends bietet eine gute Möglichkeit mit dieser Unschärfe (die jedes Web Analyse Tool dieser Welt hat) umzugehen.

Dennoch sind die IP Adressen z.Zt. das einizige vernünftige Mittel mit denen man die Herkunft der User bestimmen kann - die genannten Gründe zeigen jedoch auf, dass die in dem Karten Overlay gezeigten Zahlen nie 100% korrekt sein können.

Ich hoffe ich habe Sie nicht desillusioniert.

Nutze Sie aktiv den Karten Overlay Report oder die entsprechenden Segmentierungsmöglichkeiten? Haben Sie Gedanken zu dem Geschriebenen? Teilen Sie diese doch einfach in einem Kommentar mit...

Sonntag, März 23, 2008

Benchmarking und Datenfreigabe Update (Teil 3)

Diejenigen die über die Ostertage in Ihren Google Analytics Account geguckt haben werden es vielleicht festgestellt haben...(Click auf Grafik zum Vergrößern)

Benchmarking ist (a)live!

google analytics benchmarkingWeitere Informationen zum Thema Benchmarking und Datenfreigabe gibt es in den vorigen Posts Benchmarking und Datenfreigabe Teil 1 und Benchmarking und Datenfreigabe Teil 2.

google analytics benchmarkingWie angekündigt hat es ungefähr zwei Wochen gedauert bis genügend Daten für ein aussagekräftiges Benchmarking vorhanden sind.

Clicken Sie nun innerhalb Ihres Analytics Profils auf den Report Benchmarking - dort sehen Sie dann Ihre Daten verglichen mit dem Branchenschnitt.

Ihre Website wird per default mit der zu Ihnen passenden Kategorie verglichen. Den Kommentaren aus den vorigen Posts konnte ich entnehmen, dass viele innerhalb ihres Google Analytics Accounts verschiedene Websites tracken, die in völlig verschiedene Kategorien einzuordnen sind.

Ein Click auf den Link "Kategorienliste öffnen" (siehe rot markiert in obiger Grafik) führt zu einer Liste an vorhandenen Kategorien mit denen ein Vergleich möglich ist.

Hierduch haben Sie nun die Möglichkeit Ihre individuelle Seite mit der zu Ihnen passenden Kategorie zu vergleichen. Natürlich sehen Sie nicht, welche anderen Sites in der Kategorie enthalten sind! (Click auf Grafik zum Vergrößern)

google analytics kategorielisteDiese Liste wird weiter vervollständigt. Je mehr Google Analytics Nutzer an diesem Service teilnehmen, desto mehr Kategorien gibt es, und desto valider sind auch die Benchmarkingdaten.

Wie so oft in der Web Analyse sind auch beim Benchmarking die Trends interessant. Verglichen mit den absoluten Zahlen schneidet mein Blog relativ schlecht ab (dies kann auch diverse blogspezifische Trackinggründe haben).

Dennoch kann ich beispielsweise folgendes erkennen:

  • Besuche haben Samstags ihren Tiefpunkt und steigen Sonntag leicht wieder an
  • Einen Tag nach einem Post übertreffe ich den Branchenschnitt (!!!)
  • Bereits zwei Tage nach einem Post fällt die Zahl der Besuche dramatisch ab (heißt das, ich würde den Branchenschnitt übertreffen wenn ich jeden zweiten Tag posten würde?)
  • Meine Seitenzugriffe verhalten sich fast exakt genauso wie der Durchschnitt der Branche
  • Die durchschnittliche Besuchszeit auf meinem Blog ist deutlich stärkeren Schwankungen unterworfen als der Branchenschnitt
  • Ich habe deutlich mehr neue Besuche als der Branchenschnitt
Ist das nun alles gut oder schlecht?

Die Kunst besteht nun darin diese Daten zu interpretieren und entsprechenden Aktionen daraus abzuleiten. Für (m)einen Blog ist es nicht so einfach, da es diverse blogspezifische Trackingungenauigkeiten gibt (mehr dazu ein anderes Mal). Dennoch freue ich mich darüber, dass meine Zahl der Besuche den Schnitt übertrifft, sobald ich einen Post veröffentlicht habe.

Welche Konsequent ziehe ich nun aber bspw. aus der hohen Anzahl der neuen Besuche? Löschen Sie öfter als der Branchenschnitt Ihre Cookies? Lesen Sie meinen Blog über mehrere verschiedene Computer? Oder bedeutet dies, dass ich keine regelmäßigen Leser habe (das wäre schade)?

Wie finden Sie die Benchmarking Zahlen? Welche Schlüsse ziehen Sie daraus? Welche Erkentnisse haben Sie gewonnen? Wie stehen Sie zum Branchenschnitt?

Schreiben Sie Ihre Meinungen und Erfahrungen im Kommentar.

Dienstag, März 11, 2008

Benchmarking und Datenfreigabe Update (Teil 2)

Wie angekündigt hier weitere Informationen zum Thema Google Analytics Benchmarking und der aktuellen Datenfreigabe.

Jeder von Ihnen der Administrator eines Google Analytics Kontos ist wird folgendes in seinem Account gesehen haben (Click zum Vergrößern):


Einige von Ihnen wissen vielleicht nicht genau worum es hier eigentlich geht und haben daher bisher noch nichts gemacht.

Grundsätzlich geht es um die Frage der Transparenz was eigentlich mit den Daten passiert die bei Google gespeichert werden. Durch die Datenfreigabe hat man als Google Analytics Nutzer nun selber die Möglichkeit zu bestimmen, ob die eigenen Daten (für sinnvolle) Dinge genutzt werden sollen, oder lieber garnicht.

Mit dieser Möglichkeit wird die Entscheidung dem Nutzer übertragen was ich persönlich sehr positiv finde.

Welche Wahl habe ich nun also? (Click zum Vergrößern)

Ich kann zum einen wählen meine Daten nicht freizugeben. In diesem Fall speichert Google die Daten wie gehabt quasi als Dienstleister für den Kunden. Sie werden selbstverständlich nicht an dritte Parteien weitergegeben und auch sonst für keine internen Verbesserungen von Google-Diensten verwendet.

Die Benchmarking Funktion steht dann natürlich auch nicht zur Verfügung.

Alternativ können Sie Ihre Daten nur für Google Produkte freigeben. Dies ist noch sehr im Anfangsstadium und es gibt nur wenige Services auf die dies zur Zeit Einfluss hätte. Als Beispiel ist hier der Conversion Optimizer zu nennen. Dieser kann automatisiert Ihre Conversion optimieren. Um dieses Produkt zu Ihren Gunsten weiter zu entwickeln kann es gut vorstellbar dass es Sinn machen kan die Analytics Daten in die Optimierung einzubeziehen.

Natürlich werden bei dieser Option keine Daten an Dritte weiter gegeben.

Als weitere Möglichkeit können Sie wählen Ihre Daten anonymisiert für Google und beispielsweise das Benchmarking freizugeben.


Wählen Sie diese Option um an dem Benchmarking teilzunehmen!

Hier werden Ihre Daten so anonymisiert, dass absolut keine Rückschlüsse auf Ihre Website zu ziehen sind.

Ich empfehle Ihnen sich für eine der Datenfreigabeoptionen zu entscheiden. Um ein vernünftiges Benchmarking zu haben (und ich halte das für sehr interessant) ist natürlich eine gewisse Anzahl an Teilnehmern notwendig...

Doch was ist nun eigentlich Benchmarking genau?

Viele Kunden haben gefragt wie sie mit ihrer Website eigentlich im Vergleich zu anderen stehen. Da Google Analytics ein im Markt weit verbreitetes Web Analyse Tool ist, gibt es nun die Möglichkeit in aggregierter und anonymisierter Form über Google Analytics Erkenntnisse über die Performance in der eigenen Branche zu erzielen.

Durch die Teilnahme am Benchmarking wird danach die eigene Seite von Google gecrawlt (ähnlich wie es für die normale Google Suche geschieht). Hierbei wird die Seite gemäß des Inhalts kategorisiert (beispielsweise Kategorie Auto).

Die Kategorisierung geschieht für den gesamten Analytics Account. Hat man nun völlig verschiedene Websites in verschiedenen Profilen erfolgt die Zuordnung in eine Kategorie dennoch für den Account.

In die verschiedenen Kategorien werden nun die passenden Daten der unterschiedlichen Seiten aufgenommen. Natürlich anonym! In einer Kategorie müssen mindestens 100 unterschiedliche Seiten (=Accounts) enthalten sein um auch ein unverzerrtes und sinnvolles Bild abzugeben.

Die eigene Seite wird nicht nur der Überkategorie zugeordnet (z.B. Auto), sondern auch nach Größe eingeteilt (klein, mittel, groß). Dies sorgt für ein besseres Benchmarking. Welchen Sinn macht es, wenn mein Blog in einer Gruppe mit Spiegel.de wäre? Da ist es doch interessanter sich mit Seiten ähnliches Größe und ähnlichen Inhalts zu messen...

Die Daten innerhalb des Benchmarkings werden als Mittelwert und in aggregierter Form dargstellt. Dadurch werden die Daten "geglättet" und der Effekt von Ausreißern vermieden.

Sie können Ihre Seite innerhalb des Benchmarking Reports mit der eigenen Kategorie vergleichen und somit analysieren, wie Sie im Vergleich zum Markt stehen. Des weiteren können Sie aber auch untersuchen, wie Sie im Vergleich zu anderen Branchen stehen indem Sie sich andere Kategorien im Vergleich zu Ihrer Website anzeigen lassen. Dies kann zum Beispiel Sinn machen, wenn Ihre Seite theoretisch verschiedenen Kategorien zugeordnet werden könnten (beispielsweise Autofinanzierung - Kategorie Auto und Finanz).

Zur Zeit besteht das Google Analytics Benchmarking nicht für sämtliche Metriken die in Analytics vorhanden sind, sondern für sechs ausgewählte Kennziffern. Die Benchmarking Reports (wurde als Beta gelauncht) findet man unter Besucher -> Bechnmarking (Beta), siehe Screenshot auf der rechten Seite.

Um eine ausreichende Datenmenge zu generieren bedarf es einiger Zeit genügend Kunden zu haben die daran teilnehmen, und diese entsprechend kategorisiert und zugeordnet sind. Daher werden ungefähr die ersten beiden Wochen nach Freigabe noch keine Daten in dem Benchmarking Report auftauchen. Wenn dann die Daten verfügbar sind, sieht der Bericht ungefähr so aus (Click zum Vergrößern):

Abschließend ist noch anzumerken, dass sowohl die Datenfreigabe als auch die Teilnahme am Benchmarking keinen (!!!) Einfluss hat auf das organische Ranking bei Google - keinen (!!!) Einfluss hat auf die AdWords Kampagnen oder deren Bids und auch keinen (!!!) Einfluss hat auf den Qualitätsfaktor Ihrer Seite!

Wie finden Sie die Datenfreigabe und das Benchmarking? Wie haben Sie sich entschieden? Schreiben Sie einen Kommentar...

Mittwoch, März 05, 2008

AKTUELL: Benchmark und Datenfreigabe

Von vielen Kunden wurde ich des öfteren gefragt: "Wie stehen wir eigentlich im Vergleich zu unseren Wettbewerbern?" oder "Sind unsere Zahlen in Analytics nun gut oder schlecht?".

Bisher konnte ich auf derartige Fragen nicht antworten da es keine Möglichkeit gab valide Benchmark Zahlen zu bekommen. Dennoch kann ich natürlich verstehen, dass ein Benchmarking für viele Firmen bzw. Analytics User interessant ist.

Daher gibt es nun eine Neuerung.

Benchmarking wird ein neuer Service von Google Analytics sein. In der Beta Version wird man sehen wie seine eigene Seite im Vergleich zum Branchenschnitt performt. Zunächst gibt es folgende Daten zum Vergleich:

  • Besuche
  • PageViews
  • Seiten/Besuch
  • Absprungrate (Bounce Rate)
  • Durchschnittliche Verweildauer
  • % neue Besucher
Sämtliche Daten werden natürlich anonymisiert dargestellt!

Die Einstellung hierfür kann ausschließlich durch den Kontoadministrator durchgeführt werden. Die entsprechenden Reports werden dann in einem zusätzlichen Berichtssegment innerhalb der Besucher Report Kategorie angezeigt.

Wichtig zu beachten ist, dass für eine vernünftige Darstellung von Benchmark Daten bis zu zwei Wochen vergehen können, damit eine ausreichende Datenbasis zur Verfügung steht.

Zudem ist die Teilnahme am Benchmarking ausschließlich auf Kontoebene möglich - eine Aufteilung nach Profilen funktioniert z.Zt. nicht.

Grundlage für das Benchmarking sind Änderungen in der Datenfreigabe gegenüber Google.

Oft wurde ich gefragt, was Google mit den gespeicherten Daten macht - bzw. ob überhaupt etwas damit gemacht wird. Es kursierten immer wieder Gerüchte, dass die Nutzung von Google Analytics Einfluss auf das organische Ranking oder die Platzierung der AdWords Kampagnen hätte (beides ausgemachter Blödsinn!).

Um hier mehr Transparenz gegenüber den Google Analytics Nutzern herzustellen gibt es nun die Möglichkeit der Datenfreigabe. Der Administrator entscheidet nun selber, ob Daten von Google für die Verbesserung der Produkte genutzt werden dürfen, oder ob sie lediglich anonymisiert gespeichert werden sollen.

Die Freigabe der Daten ermöglicht es Ihnen an zukünftigen Produktentwicklungen zu partizipieren und an neuen Produktfunktionen teilzunehmen.

Egal für welche Freigabeversion Sie sich entscheiden - keine hat irgendeinen Einfluss auf Ihr organisches Ranking, Ihren Qualitätsfaktor oder greift sonst irgendwie in Ihre AdWords Kampagnen ein.

Es kann sein, dass Sie die Einstellungsmöglichkeiten sowohl für das Benchmarking, als auch für die Datenfreigabeeinstellungen z.Zt. noch nicht sehen können. Diese Funktionen werden nach und nach freigeschaltet und Sie haben evtl. erst in Kürze diese Auswahlmöglichkeit.

Da ich denke, dass dieses Thema für Sie interessant ist, werde ich in Kürze einen ausführlicheren Post zu Benchmarking und Datenfreigabe schreiben. Dieser Post soll zunächst nur der aktuellen Information und Ankündigung dienen.
 
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